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Amerikanismen in der Wiener Operette der Zwischenkriegszeit (1918 - 1938)
Melanie Eunice Goerth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michele Calella
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25593
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30085.50222.314065-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Amerikanismus wird in der Operette auf verschiedenen Ebenen dargestellt, wie in der Musik, in der Thematik oder in der Auswahl des Spielortes. Schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte Leo Fall mit der Dollarprinzessin (1907) Amerika in den Vordergrund gerückt und den wichtigsten Aspekt hervorgehoben: Das Geld. In den Operetten, besonders nach 1900, spielen die Finanzen eine besonders wichtige Rolle, da ohne Geld kein Überleben möglich ist. Es ist immer die gleiche Konstellation: Einer der Hauptdarsteller ist arm, der Andere reich. Es entsteht dadurch ein Konflikt, der sich um die finanzielle Abhängigkeit des Armen von dem Reichen dreht, da sich der finanziell Arme dem Reichen nicht unterwerfen möchte. In den drei analysierten Operetten (Der Orlow, Die Herzogin von Chicago, Axel an der Himmelstür) spielt der Kapitalismus eine besonders wichtige Rolle. Auf musikalischer Ebene entsteht der Anknüpfungspunkt an Amerika durch den Jazz im Sinne der 20-er und 30-er Jahre. Die modernen Tänze wie Foxtrott oder Tango erscheinen auf der Bühne, sowie eine neue Liedform: Der Blues. Anstelle von Damen- oder Zigeunerkapellen musizieren auf der Bühne Jazzbands, die teilweise in das Bühnengeschehen eingreifen und die Handlung verändern, wie im Vor- und Nachspiel der Herzogin von Chicago. Seit dem Orlow sind Jazzinstrumente, wie das Saxophon, aus dem Orchester nicht mehr wegzudenken, da dieser neue Klang auf große Publikumsresonanz stieß. In den 20-er Jahren ist der Kontrast der Mentalitäten zwischen Europa und Amerika ein wichtiger Aspekt der Handlung. Der Motor der Handlung von Axel an der Himmelstür ist hingegen ein anderer: Die Karriere, die Axel durch eine List macht und mit dem Privatleben vereint. In meinen Betrachtungen nimmt Axel an der Himmelstür einen gesonderten Platz ein, da diese Operette, 1933 nach der Machtübernahme Hitlers in Deutschland und der mit ihr verbundenen Emigration jüdischer Autoren, Komponisten, Kabarettisten und Sänger, entstanden war. Außerdem beträgt der Zeitsprung zwischen der Herzogin von Chicago und Axel an der Himmelstür acht Jahre, in denen sich der Wissensstand der Menschen weiterentwickelt hatte. Amerika war bei der breiten Masse nicht mehr unbekannt; die Jazzmusik mittlerweile weit verbreitet. So hatte Paul Morgan, der Anfang der 30-er Jahre eine Amerikarundreise unternahm, diese Erfahrungen inhaltlich genutzt, um die amerikanische Filmbranche sowie die Operette zu persiflieren.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Operette Wien Zwischenkriegszeit Amerikanismen Granichstaedten Kálmán Benatzky
Autor*innen
Melanie Eunice Goerth
Haupttitel (Deutsch)
Amerikanismen in der Wiener Operette der Zwischenkriegszeit (1918 - 1938)
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
147 S. : Notenbeisp.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michele Calella
Klassifikationen
24 Theater > 24.40 Musik: Allgemeines ,
24 Theater > 24.45 Musiksoziologie ,
24 Theater > 24.55 Komponisten, Musiker, Sänger ,
24 Theater > 24.62 Musiktheater, Theatermusik ,
24 Theater > 24.64 Instrumentalmusik
AC Nummer
AC10770504
Utheses ID
22847
Studienkennzahl
UA | 316 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1