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Der Freund in ausgewählten Isländersagas
(Egils saga Skallagrímssonar, Gisla saga Súrssonar und Brennu-Njáls saga)
Christina Pachschwöll
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Robert Nedoma
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25650
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30196.67265.745766-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der erste Teil der Arbeit setzt sich mit einer Definition des Freundschaftsbegriffes, sowohl dem diachronen als auch dem synchronen, auseinander. Zur Veranschaulichung werden vor allem die Abhandlungen von Aristoteles, Cicero und Aelred von Rieval zum Vergleich herangezogen. Im Vergleich mit einem modernen Verständnis von Freundschaft zeigt sich, dass die wesentlichen Inhalte wie Wechselseitigkeit, Treue, Zuneigung diachron gleich bleiben. Allerdings unterliegen die Werte oder Qualitäten dieser Inhalte einer zeitlichen Veränderung. Auch liegt eine Schwierigkeit im Trennen der real stattfindenden Freundschaften und dem literarischen Topos von Freundschaft. Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem literarischen Sichtbarmachen von emotionalen Nahbeziehungen in den Isländersagas. Mit Hilfe der Hávamál und der Amícus saga ok Amilíus nähert sich die Arbeit an den Freundschaftsbegriff in den Isländersagas an. Es wird eine Schablone für ihre Analyse her-ausgearbeitet. Im zweiten Teil der Arbeit werden die Egils saga Skallagrímssonar, die Gísla saga Súrssonar und die Brennu-Njáls saga auf Freundschaft hin untersucht und zwar in Bezug auf die Frage nach dem Nutzen der Freundschaft, gezeigte Gefühle, Geschenke, Besuche, Vertrauen, generelles Verhältnis des Freundschaftspaares, Spannungsfeld Verwandtschaft und Freundschaft, die Aufgaben des Freundes und das Vokabular. Auffällig ist, dass das Ideal der Isländersagas nicht die Gleichheit beinhaltet, wie es etwa auch in der Amícus saga ok Amilíus zu sehen ist, sondern Gegensätzlichkeit auch in der Freundschaft betont wird. Das heißt, in der idealen Freundschaft ergänzen die Freunde einander. Diese Gegensätzlichkeit ist wichtig für die Handlung, die Zeichnung der Personen, generell den Stil der Sagas. Die Eigenschaften des jeweils anderen werden dadurch verstärkt. Beispielsweise wirkt Gunnarr deswegen eher dümmlich, weil Njáll so weise ist und dieser wiederum eher weiblich aufgrund der betonten Maskulinität Gunnars und natürlich vice versa. So viele Facetten die Freundschaft hat, so viele hat auch die Freundschaft in den Isländersagas. Der emotionalen Seite der dargestellten Beziehungen muss daher ebenso Beachtung geschenkt werden, wie der funktionalen, institutionalisierten bereits geschenkt wurde.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Freund Freundschaft Isländersaga Egils saga Skallagrímssonar Gísla saga Súrssonar Brennu-Njals saga
Autor*innen
Christina Pachschwöll
Haupttitel (Deutsch)
Der Freund in ausgewählten Isländersagas
Hauptuntertitel (Deutsch)
(Egils saga Skallagrímssonar, Gisla saga Súrssonar und Brennu-Njáls saga)
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
103 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert Nedoma
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.15 Skandinavische Sprachen und Literaturen
AC Nummer
AC10717957
Utheses ID
22901
Studienkennzahl
UA | 394 | | |
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