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Der Fleischkonsum in Wien 1830 – 1913
errechnet anhand der Daten der Verzehrungssteuer unter Berücksichtigung der Wiener Fleischmärkte
Clara Nagele
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Peter Eigner
DOI
10.25365/thesis.25720
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29941.66915.482953-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Fleischkonsum in Wien zwischen 1830 und 1913 anhand der Einfuhrzahlen der Verzehrungssteuer zu berechnen. Bei der Verzehrungssteuer handelte es sich um eine indirekte Konsumsteuer auf Güter wie Lebensmittel, alkoholische Getränke und Baumaterialien, die von 1829 bis 1922 in den meisten Gebieten der Habsburger Monarchie in Kraft war. Die Steuergebühr war zu entrichten, wenn steuerpflichtige Güter in den Wiener Steuerrayon eingeführt wurden.
In der vorliegenden Diplomarbeit werden zuerst die Steuer und ihre Charakteristika vorgestellt, wobei hier ein Fokus auf der Besteuerung von Vieh und Fleischwaren liegt. Anschließend werden jene Faktoren wie die Industrialisierung sowie Innovationen in der Landwirtschaft, des Transportwesens und der Konservierungsmethoden analysiert, die die Volksernährung im untersuchten Zeitraum beeinflussten. Danach folgen die Kalkulationen hinsichtlich des Fleischkonsums in Wien im 19. Jahrhundert. Anhand der vorliegenden Daten kann gezeigt werden, dass aufgrund der Eingemeindung der arbeiterreichen Vororte und des Zuzugs von Arbeitern aus verschiedenen Gebieten der Monarchie der Konsum von kostengünstigen Fleischsorten wie Schwein und Würsten im betrachteten Zeitraum zunahm, während jener von hochpreisigen Fleischsorten wie Wild und Geflügel abnahm. Im Vergleich zu bereits bestehenden Studien zu dieser Thematik erweisen sich die Konsumwerte in der vorliegenden Arbeit als höher.
Im Anschluss wird in dieser Arbeit die Fleischversorgung Wiens in dieser Periode der Expansion und des technologischen, sozialen und ökonomischen Wandels analysiert. Angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen war die Stadt Wien gezwungen, eine Vielzahl von Einrichtungen wie Markthallen und Schlachthöfe zu erreichten sowie verschiedenen Institutionen wie ein Marktamt, die Vieh- und Fleischmarktkassa, die städtische Übernahmestelle und die Großschlächterei ins Leben zu rufen, um eine ausreichende und kostengünstige Fleischversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Verzehrungssteuer Fleischkonsum Viehmarkt Fleischmarkt Ernährung
Autor*innen
Clara Nagele
Haupttitel (Deutsch)
Der Fleischkonsum in Wien 1830 – 1913
Hauptuntertitel (Deutsch)
errechnet anhand der Daten der Verzehrungssteuer unter Berücksichtigung der Wiener Fleischmärkte
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
158 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Eigner
AC Nummer
AC10732730
Utheses ID
22968
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
