Detailansicht

Das Frauenbild in der Literatur und der Gesellschaft Schwedens um 1900
Analyse ausgewählter Werke August Strindbergs und Hjalmar Söderbergs
Sigrid Gruber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Sven Hakon Rossel
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30196.38333.290764-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Zusammenfassung Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Frauenbild in der Gesellschaft und der Literatur Schwedens um 1900 und hat zum Ziel, anhand einer Analyse ausgewählter Werke von August Strindberg und Hjalmar Söderberg einen umfassenden Überblick über das Frauenbild in der schwedischen Literatur zu zeichnen, um so herauszufinden, inwiefern und inwieweit sich in den literarischen Frauenfiguren die realen Lebenswelten der Frauen um 1900 widerspiegeln. Der theoretische Teil thematisiert die Problematik der Konstruktion von Frauenbildern in der Literatur männlicher Autoren sowie die Veränderung der Geschlechteridentitäten und Geschlechterdifferenzen ab Mitte des 18. Jahrhunderts aus der Sicht der feministischen Literaturkritik. Die Definition des Frauenbildes, die in dieser Arbeit verwendet wird, orientiert sich an der feministischen Frauenbildforschung. Für die Analyse der Frauenbilder werden die weiblichen Typologien der Femme fatale und der „Starken Frau“ herangezogen. Zur Vervollständigung des theoretischen Rahmens dient ein kurzer Abriss der politischen und sozialen Entwicklung Schwedens im 19. Jahrhundert. Die Transformation der Geschlechterverhältnisse sowie die rechtliche und soziale Stellung der Frau werden ebenso beleuchtet, wie die „kvinnofråga“, die „sedlighetsfråga“ und die Anfänge der schwedischen Frauenbewegung. Im Analyseteil wird eingangs untersucht, wie diese beiden Fragen in den Prosawerken Det går an (1839) von C. J. L. Almqvist, Hertha eller “En själs historia”: Teckning ur det verkliga livet (1856) von Fredrika Bremer und Pengar (1885) von Victoria Benedictsson abseits von August Strindberg und Hjalmar Söderberg verhandelt werden. Weiters werden August Strindbergs Frauengestalten in den Dramen mit Fadren (1887), Fröken Julie (1888), Fordringsägare (1888), Påsk (1900) und Pelikanen (1907) aus einer feministischen Perspektive betrachtet. In diesem Zusammenhang wird das Bild vom „Frauenfeind“ August Strindberg teilweise dekonstruiert. Hjalmar Söderbergs „starke“ Frauengestalten seiner Prosawerke Doktor Glas (1905) und Den allvarsamma leken (1912) sowie des Dramas Gertrud (1906) dienen einem kontrastierenden Vergleich und lassen damit ein differenziertes Frauenbild der schwedischen Literatur um 1900 entstehen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Swedish literature August Strindberg Hjalmar Söderberg feminism
Schlagwörter
(Deutsch)
Schwedische Literatur Dramatik Feminismus Frauenbild 1900 August Strindberg Hjalmar Söderberg Fredrika Bremer Victoria Benedictsson Carl Jonas Love Almqvist Frauenfrage
Autor*innen
Sigrid Gruber
Haupttitel (Deutsch)
Das Frauenbild in der Literatur und der Gesellschaft Schwedens um 1900
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse ausgewählter Werke August Strindbergs und Hjalmar Söderbergs
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
150 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sven Hakon Rossel
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.15 Skandinavische Sprachen und Literaturen ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen allgemein > 18.17 Schwedische Sprache und Literatur
AC Nummer
AC10717991
Utheses ID
22978
Studienkennzahl
UA | 394 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1