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Kindesraub als rassistische bevölkerungspolitische Maßnahme
ein Vergleich rassistischer Bevölkerungspolitiken am Beispiel der "Eindeutschung" polnischer Kinder im "Dritten Reich" und der Kinder der "Stolen Generations" in Australien
Gerlinde Zens
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Carola Sachse
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25793
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29871.47273.844863-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird Kindesraub als rassistische bevölkerungspolitische Maßnahme des „Dritten Reiches“ und Australiens untersucht. Im Zuge der Expansionspolitik der Nationalsozialisten im Dritten Reich wurden zahlreiche als „rassisch wertvoll“ beurteilte polnische Kinder zwangsweise ins „Altreich“ und in die „Ostmark“ verschleppt. Nach einer Umerziehungsphase in Heimen, die vom Verein „Lebensborn e.V.“ betrieben wurden, wurden die Kinder an Pflege- und Adoptiveltern vermittelt. Ziel dieses Kindesraubes war ein „wertvoller“ Bevölkerungszuwachs für das deutsche Volk. In Australien wurden Aborigines-Kinder, die einen europäisch-stämmigen Elternteil hatten und als „half-castes“ bezeichnet wurden, bis in die Siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts von den Behörden ihren Aborigines-Familien weggenommen und in Heime zur Assimilierung gebracht. Die Kinder wurden ihren Eltern mit Gewalt weggenommen und sollten durch die Erziehung in den Heimen auf die Assimilierung in die „weiße“ Gesellschaft vorbereitet werden. Ziel der australischen Aborigines-Politik bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war eine biologische Absorption der „half-castes“, durch Eheschließungen mit „Weißen“ sollte die Aboriginalität allmählich weggezüchtet werden, „breeding them out“ war die Idee, die die Grundlage dieser Politik bildete. Vor dem Hintergrund der Genozid-Konvention der Vereinten Nationen stellen die rassistischen Bevölkerungspolitiken Hitler-Deutschlands und Australiens zumindest einen partiellen Genozid dar.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zwangsgermanisierung gewaltsame Kindeswegnahme Assimilationspolitik Stolen Generations
Autor*innen
Gerlinde Zens
Haupttitel (Deutsch)
Kindesraub als rassistische bevölkerungspolitische Maßnahme
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein Vergleich rassistischer Bevölkerungspolitiken am Beispiel der "Eindeutschung" polnischer Kinder im "Dritten Reich" und der Kinder der "Stolen Generations" in Australien
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
98 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Carola Sachse
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.95 Australien, Neuseeland, Ozeanien
AC Nummer
AC10720320
Utheses ID
23040
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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