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Europäische und transatlantische Einbürgerungssysteme
ein rechtshistorischer Vergleich ausgewählter Beispiele
Linda Mittnik
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ilse Reiter-Zatloukal
DOI
10.25365/thesis.25864
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29970.74599.553963-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Aus politischen, gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen oder wirtschaftlichen Gründen wirken manche Staaten anziehender auf Fremde als andere. In Verbindung mit dem Faktum unterschiedlicher Bevölkerungsdichten in den Staaten bildeten sich – bestimmt durch die historischen Gegebenheiten – im Laufe der Zeit traditionelle Ein- und Auswanderungsländer. Dies war wiederum die Grundlage für die Regelung des Einbürgerungsrechts dieser Staaten.
In der vorliegenden Arbeit wird die Hypothese aufgestellt, dass die politische Entwicklung und Zielsetzung eines Staates stets erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung des Einbürgerungssystems hat. Eines der Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit ist es, zu zeigen, dass sich die Einbürgerungssysteme von europäischen und transatlantischen Staaten in ihrer Entwicklung und Konzeption voneinander unterscheiden. Dabei wird das ethnisch-kulturell konzeptionierte Österreich als „klassisches“ Auswanderungsland den USA als traditionellem Einwanderungsland – und damit auch ein ius sanguinis- einem ius soli-System – gegenübergestellt. In Frankreich findet sich gerade im Einbürgerungsrecht eine interessante Mischung aus ius soli- und ius sanguinis-Elementen. Zusätzlich können bei Frankreich auch die Fragen miteinbezogen werden, die sich in Bezug auf das Einbürgerungsrecht einer Kolonialmacht zusätzlich stellen. Methodisch enthält die Arbeit sowohl einen chronologischen als auch einen thematisch-systematischen rechtshistorischen, jedoch keinen wertenden Vergleich.
Trotz aller nationalen Unterschiede gibt es bestimmte Rechte und Pflichten, die typischerweise mit der Staatsbürgerschaft verknüpft sind. Ebenso verhält es sich mit den Voraussetzungen und Hindernissen im Zusammenhang mit der Einbürgerung sowie den Möglichkeiten, die Bürgerschaft eines Staates erleichtert zu erwerben. Die Unterschiede stecken im Detail, nämlich der näheren Ausgestaltung und Gewichtung der einzelnen Bestandteile. Die Unterschiede und Parallelen in den einzelnen untersuchten Einbürgerungssystemen werden zusammenfassend betrachtet und die stets aktuelle (und gerade in Österreich viel diskutierte) Frage untersucht, inwieweit eine Einbürgerung als Endpunkt einer gelungenen Integration oder als Etappe auf dem Weg dorthin angesehen werden soll. Damit verbunden ist die Frage, ob die Staatsbürgerschaft in modernen, international stark vernetzen Staaten überhaupt noch zeitgemäß ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreich Frankreich USA Staatsbürgerschaft Einbürgerung ius soli ius sanguinis Rechtsgeschichte Rechtsvergleich
Autor*innen
Linda Mittnik
Haupttitel (Deutsch)
Europäische und transatlantische Einbürgerungssysteme
Hauptuntertitel (Deutsch)
ein rechtshistorischer Vergleich ausgewählter Beispiele
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
333 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Ilse Reiter-Zatloukal ,
Thomas Olechowski
Klassifikationen
86 Recht > 86.06 Rechtsvergleichung, Rechtsvereinheitlichung ,
86 Recht > 86.09 Rechtsgeschichte
AC Nummer
AC10762460
Utheses ID
23099
Studienkennzahl
UA | 083 | 101 | |
