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Kateřina Šedá und die Veränderung von Menschen und Orten
über die Bedeutung von Partizipation und sozialer Intervention im Œuvre der Künstlerin
Karin Julia Haas
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Martina Pippal
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25977
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29435.22057.634870-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschreibt vier ausgewählte Arbeiten von Kateřina Šedá und geben somit einen Überblick über ihr Œuvre und ihre künstlerische Entwicklung vom Abschluss ihres Studiums, 2005, bist zum jetzigen Zeitpunkt, 2012. Šedás Arbeitsweise wird anhand dieser Arbeiten im historischen und kunsthistorischen Kontext untersucht und Fragen nach der Ausgangssituation, den Beweggründen ein Projekt zu beginnen, der Rolle der PartizipientInnen während und nach den Projekten, der Durchführung der Projekte und schließlich ihrer Präsentationsformen in der Öffentlichkeit, beantwortet. Eine weitere Erläuterung von Šedás Arbeitsprozessen und -methoden ermöglichte der Vergleich mit vier künstlerischen Arbeiten aus den Jahren 1987 bis 2002. Die Vergleichsbeispiele wurden so gewählt, dass die jeweiligen Arbeiten verschiedene Schwerpunkte – Feminismus, räumlicher Diskurs, soziales Handeln multiple Autorenschaft und Kunst ohne Werk und Ausstellung – abdecken. Damit konnten folgende Ergebnisse – Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede – als Abgrenzung zu künstlerischen Positionen von Suzanne Lacy, Christine und Irene Hohenbüchler, Thomas Hirschhorn und der WochenKlausur, herausgearbeitet werden: Šedás Projekte entstehen meistens nicht als Reaktion auf institutionelle Einladungen. Sie finden im öffentlichen Raum mit einer von Šedá klar definierten Gruppe von TeilnehmerInnen statt. Durch die Kooperation mit Menschen aus ihrem Heimatland, der Tschechischen Republik, positioniert sich Šedá deutlich gegenüber ihr fremden Problematiken einer fremden Community. Die in Ausstellungen gezeigten Arbeiten sind eindeutig als Šedás Werk definiert, wobei die Beteiligten namentlich angeführt werden. Kateřina Šedás Projekte sind für kleinere Gruppen einer Gesellschaft konzipiert und basieren auf der Aktivierung von Kommunikation zwischen Partizipientinnen. Ihren Interventionen liegt soziales Handeln zu Grunde, das sich aber nicht an hilfsbedürftige Randgruppen der Gesellschaft richtet. Ihre Konzepte bestehen aus Handlungsanweisungen, die eine intensive Auseinandersetzung der freiwilligen TeilnehmerInnen mit dem Projektthema – das durch Šedá gewählt und definiert wird – vorschlägt. Dafür erdenkt und inszeniert sie Situationen, die aber in der realen Gegenwart stattfinden. Ziel ihrer Arbeiten ist die positive Veränderung von Gesellschaftsstrukturen und die Stärkung örtlicher Gemeinschaften in ihrem näheren Lebensumfeld, ohne diese zu zelebrieren oder den Individualismus zu negieren. Seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit nimmt sowohl der Umfang als auch die Projektdauer kontinuierlich zu.
Abstract
(Englisch)
This paper describes four selected works by Kateřina Šedá and gives an overview of her oeuvre, tracing her artistic development since her graduation in 2005 to the present day, 2012. Šedá's work will be examined within its historical and art-historical context. Questions will be answered concerning the initiation of a project, the role of participants during and after the project, the implementation of the projects and finally, their forms of presentation in public. A further explanation of Šedá's working processes and methods was established by comparing four artistic works from the years 1987 through 2002. The comparative examples were selected to cover different priorities - feminism, spatial discourse, social action, multiple authorship, art without work and exhibition. Thus, the following results were established - similarities but also differences – disassociation from artistic positions of Suzanne Lacy, Christine and Irene Hohenbüchler, Thomas Hirschhorn and WochenKlausur: Šedá's projects do not usually arise as a response to institutional invitations. They take place in public spaces with a group of participants, clearly defined by Šedá. Through the cooperation with people from her home country, the Czech Republic, Šedá has positioned herself clearly against the problems of a foreign community. The works shown in exhibitions are clearly defined as Šedá's work, but the names of the participants involved are listed. Kateřina Šedá's projects are designed for small groups of society and are based on the activation of communication between participants. Her interventions are based on social actions that are not designed for marginalized sectors of society. Her concepts consist of instructions, which suggest an intensive study of the voluntary participants with the project topic selected and defined by Šedá. She conceives and stages situations that take place in real life. The aim of her work is the positive change of social structures and the strengthening of local communities with their immediate living environment, without celebrating them or negating their individualism. Since the beginning of her artistic work, the scale and project length have continuously increased.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Partizipation soziale Intervention Kunst im öffentlichen Raum Konzeptkunst Tschechische Republik
Autor*innen
Karin Julia Haas
Haupttitel (Deutsch)
Kateřina Šedá und die Veränderung von Menschen und Orten
Hauptuntertitel (Deutsch)
über die Bedeutung von Partizipation und sozialer Intervention im Œuvre der Künstlerin
Publikationsjahr
2012
Umfangsangabe
104 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Pippal
Klassifikation
21 Einzelne Kunstformen > 21.99 Sonstige Kunstformen
AC Nummer
AC10738501
Utheses ID
23206
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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