Detailansicht

Die Pfarre Niedersulz im Weinviertel
1780-1880
Elisabeth Kindl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Erich Landsteiner
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25978
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29688.78890.781965-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Diplomarbeit „Die Pfarre Niedersulz im Weinviertel (1780-1880)“ ist der Versuch, die soziale und wirtschaftliche Beschaffenheit der ländlichen Pfarre Niedersulz und deren Verwaltung durch die Pfarrverweser vom späten 18. bis späten 19. Jahrhundert nachzu-zeichnen. Mithilfe der Hermeneutik und Interpretation des aufgefunden Quellenmaterials wird der Sonderstatus von Niedersulz erläutert, welches seit dem 13. Jahrhundert sowohl weltlich als auch kirchlich dem Stift Heiligenkreuz im Wienerwald unterstand. Die aufge-stellte These, dass der Pfarrverweser somit als praktischer Grundherr im Dorf fungierte und so über zusätzliche Rechte verfüge, bildet den Ausgangspunkt dieser Alltags- und Pfarrgeschichte. Durch die Beschreibung von Pfarrpfründe, Kirchenvermögen und der Dorfschule in Niedersulz wird der Verwaltungsbereich einer Landpfarre rekurriert. In einem weiteren Schritt werden die Niedersulzer Pfarrverweser des Stifts Heiligenkreuz präsentiert und ihre Pflichten, Tätigkeitsbereiche und Ansichten thematisiert. So konnte aufgezeigt werden, dass der Pfarrer bis 1848 selbst nur über seine pfarrlichen Untertanen herrschaftliche Rechte innehatte, aber nur mit Zustimmung des Patrons Heiligenkreuz auf die Untertanen der Herrschaft Niedersulz zu Niederleis Einfluss nehmen konnte. Demnach war der Niedersulzer Pfarrverweser lediglich unmittelbare religiöse, pädagogi-sche und moralische Instanz im Dorf, unterhielt aber herrschaftliche beziehungsweise ab 1848 finanzielle Unterstützung seitens des Patrons. Während sich das Verhältnis zum Stift als positiv beschreiben lässt, werden anhand historischer Konfliktherde die spannungsbe-ladenen Beziehungen der Pfarrverweser zu ihrer Gemeinde dargestellt. Ziel der Arbeit ist es, die Geschichte, Ansichten und Aufgaben eines Pfarrverwesers im 18. und 19. Jahrhundert in Niedersulz aufzuzeigen und dessen Wirken innerhalb der Pfarre und des Dorfes in einen Kontext zu stellen, der einen Blick auf die Bedeutung der Kirche als gesamtgesellschaftliche Institution in einem spätneuzeitlichen Weinviertler Dorf zulässt.
Abstract
(Englisch)
The thesis „Die Pfarre Niedersulz im Weinviertel (1780-1880)“ is an attempt to portray the rural parish Niedersulz‘ social and economical condition as well as the administration and control through parish priests from the late 18th to the late 19th century. By means of hermeneutics and interpretation of the source materials found, the special status of Niedersulz, a mundane and eclestical subordinate parish of Stift Heiligenkreuz since the 13th century is described. The assumption that the parish priest was landlord of the village, and thus gained additional power, is the basis of the stories of everyday parish life outlined in this thesis. Describing parochial assets and the village school, the parish’s admin-istrative ambit is made recourse to. One step further, Niedersulz‘ priests and their duties and responsibilities as well as their beliefs and notions are detailed, demonstrating that until 1848 the priest was in sovereignty over his parochial subordinates only, however, with the patron Heiligenkreuz‘ consent also had control over the subordinates of the manor Niedersulz at Niederleis. With that said, the parish priest was merely a religious, pedagogical and moral authority in the village, nevertheless, he also held a sovereign’s powers, given from his patron Heiligenkreuz, as well as, from 1848 on, receiving the pa-tron’s financial support. While the relationship between the parish priest and the patron was incomplex, the relationship with the parish was an uneasy one, which is delienated in the thesis by several examples regarding centres of conflict in the parish. The objective of this thesis is to illustrate history, opinions and functions of a 18th/19th century priest in Niedersulz, and to put his ministry in context in a way that gives a good view of what im-pact the church as an institution in a society as a whole in a village in Lower Austria’s Weinviertel had in the 18th and 19th century.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
parish Niedersulz 18th century 19th century lower austria history of parish
Schlagwörter
(Deutsch)
Pfarre Niedersulz Pfarrgeschichte Niederösterreich 18. Jahrhundert 19. Jahrhundert
Autor*innen
Elisabeth Kindl
Haupttitel (Deutsch)
Die Pfarre Niedersulz im Weinviertel
Hauptuntertitel (Deutsch)
1780-1880
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
140 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Erich Landsteiner
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.09 Wirtschaftsgeschichte
AC Nummer
AC10735967
Utheses ID
23207
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1