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Krieg auf der Leinwand
die Darstellung des Ersten Weltkrieges am Beispiel österreichisch-ungarischer Filmquellen der Jahre 1914 bis 1918
Paul Winkler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Hannes Leidinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.25993
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30222.79526.766765-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Abstract: Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Darstellung des Ersten Weltkrieges in der österreichisch-ungarischen dokumentarischen Filmproduktion von 1914 bis 1918 auseinander. Die Arbeit macht sich es zur Aufgabe, nach inhaltlichen, visuellen und narrativen Brüchen und Kontinuitäten inner-halb der Filmproduktion und den dazu beispielhaft ausgewählten Filmquellen zu suchen. Zum besseren Verständnis des Films und seinen Darstellungsmöglichkeiten wird in der Arbeit jedoch zuerst sehr detailliert die österreichisch-ungarische Filmproduktion innerhalb eines internationalen Rahmens positioniert. Dabei bedient sich die Arbeit über weite Strecken der Theorien des Autors ANDRÉ GAUDREAULT, weshalb die Entwicklung des Mediums Film allgemein betrachtet und dabei grundsätzlich das internationale und österreichisch-ungarische Filmschaffen in eine Phase der At-traktions-Kinematographie und eine darauf folgenden Phase des institutionalisierten Kinos unter-gliedert wurde. Dabei wird deutlich gemacht, dass sich der Film in Österreich-Ungarn zu Beginn des Ersten Weltkrieges als weitgehend institutionalisiertes Medium darstellte. Innerhalb der Posi-tionierung des österreichisch-ungarischen Filmschaffens in einem internationalen Rahmen werden auch die fließenden Übergänge zwischen Non-fiction und fiction beziehungsweise Authentizität und Inszenierung innerhalb des dokumentarischen Filmgenres thematisiert, wobei zudem die Be-griffsherkunft und Bedeutung des Dokumentarfilms beleuchtet wird. Daraus ergab sich die gene-relle Erkenntnis, dass die beispielhaft analysierten Filme als dokumentarische Quellen angesehen werden müssen. Innerhalb einer Auseinandersetzung mit den historischen Aspekten der Kriegsbe-richterstattung wird sodann dargelegt, dass die dokumentarische Kriegsberichterstattung einer Konfliktpartei immer einer dokumentarischen Propaganda gleichkommt. Auf der Grundlage derar-tiger Erwägungen über Vor- und Rahmenbedingungen des Untersuchungsfeldes sowie der Kennt-nis über Maßnahmen der Filmzensur in der Donaumonarchie, beginnt schließlich die Analyse der Filmproduktion und der beispielhaft ausgewählten Filmquellen für jedes einzelne Kriegsjahr. Ein jährlicher Überblick der Filmproduktion, der durch die Recherche in der zeitgenössischen Fach-presse möglich gemacht wurde, sollte dabei inhaltliche Brüche oder Kontinuitäten der Filmpropa-ganda innerhalb des gesamten Zeitraums von 1914 bis 1918 erkennen lassen. Beispielhaft ausge-wählte und näher analysierte Filmquellen zu den jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkten sollten dagegen mögliche visuelle und/oder narrative Brüche und Kontinuitäten in der Darstellung des Krieges sichtbar machen. Die Analysen wurden dabei für jedes Jahr mit den jeweiligen histori-schen Entwicklungen verbunden. Durch diese Vorgehensweise sollten Schwerpunktsetzungen, Brüche, Kontinuitäten, oder Besonderheiten der Filmproduktion und der Filmquellen besser ver-ständlich gemacht werden. Die abschließende Auswertung legt dar, dass ein inhaltlicher Fokus der Filmproduktion existiert, der auf die Kriegssituation und innere Lage der Donaumonarchie propa-gandistisch zu reagieren scheint. Thematische und darstellerische Brüche lassen sich dagegen nicht feststellen. Viel eher werden Kontinuitäten der Filmproduktion sichtbar. Wobei es allerdings zu betonen gilt, dass fehlende Hinweise auf visuelle und/oder narrative Zäsuren in der filmischen Kriegsdarstellung auch auf das kleine sample von Filmbeispielen zurückzuführen sein kann.
Abstract
(Englisch)
Abstract: This paper looks into the presentation of the First World War in the Austro-Hungarian documentary film production from 1914 to 1918. The paper aims to search for content, visual and narrative breaks within the film production and the selected examples of film sources. In order to have a better understanding of the film and its presentation possibilities, the Austro-Hungarian film production is firstly positioned in great detail within an international framework in this paper. In doing so, the paper uses the theories of the author ANDRÉ GAUDREAULT to a great extent. That is why the development of the medium film has been generally considered and hence in principle, the international and Austro-Hungarian film productions have been subdivided in a phase of kine-attractography and a subsequent phase of institutionalized cinema. It becomes clear that the film in Austria-Hungary at the beginning of World War I presented itself as a largely institutionalized medium. Within the positioning of the Austro-Hungarian film industry in an international context, the smooth transitions between fiction and non-fiction, as well as authenticity and staging within the documentary film genre, are also discussed. Furthermore, the concept of origin and significance of the documentary film is illuminated. This results in the general knowledge that the analyzed film examples must be considered as documentary sources. Within the discussion with the historical aspects of war reporting, it is then argued that a documentary coverage of a war party in a conflict is always equal to a propaganda documentary. On the basis of such considerations about general- and preconditions of the field investigation, as well as the knowledge about measures of film censorship in the Danube monarchy, the analysis of film production and the exemplary chosen film sources ultimately begins. An annual overview of the film production, which was made possible by the research in contemporary trade press, should relay the necessary information in order to recognize breaks or continuities in the content of propaganda film throughout the period from 1914 to 1918. Illustratively selected and closer analyzed film sources to their respective content focal points should show possible visual and/or narrative breaks and continuities in the representation of war. The analyses were thereby connected for each year with the respective general historical developments. Through this procedure the priorities, breaks, continuities, or particular characteristics of film production and the film sources, should be made understandable. The final evaluation states, that a focus on the content of the film production does exist, which seems to be in response to the war situation and the inner layer of the monarchy. Breaks in theme and representation however, cannot be established. On the other hand, continuities of film production become more apparent. It is important to emphasize, however, that the lack of information about visual and/or narrative caesuras in the cinematic war representation may be due to the small sample of film examples.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
austro-hungary silent film 1914–1918 first world war film representation of war
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreich-ungarn Stummfilme 1914-1918 erster Weltkrieg Film Kriegsdarstellung
Autor*innen
Paul Winkler
Haupttitel (Deutsch)
Krieg auf der Leinwand
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Darstellung des Ersten Weltkrieges am Beispiel österreichisch-ungarischer Filmquellen der Jahre 1914 bis 1918
Paralleltitel (Englisch)
War on the screen – The presentation of the First World War using the example of Austro-Hungarian film sources from the years 1914 to 1918
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
178 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hannes Leidinger
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.37 Film, Video ,
15 Geschichte > 15.23 Erster Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.36 Europäische Geschichte 1815-1914 ,
15 Geschichte > 15.37 Europäische Geschichte 1914-1945 ,
24 Theater > 24.32 Filmgeschichte
AC Nummer
AC10736910
Utheses ID
23222
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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