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Die App-Society
zur Medienästhetik und -praxis von Anwendungssoftware
Heidemarie Sonntag
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ramón Reichert
DOI
10.25365/thesis.26082
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29388.45419.325055-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Änderung bzw. der Neuerung des Interface des mobilen Endgerätes Smartphones und den dadurch entstandenen neuen Praktiken und der Nutzungsästhetik, sich dabei etabliert hat.
Das Handy, als mobile Version des Computers hat in seiner Nutzung eine enorme Wandlung durchlebt, die – betrachtet von den Anfängen des Computers bis heute – ins Gegenteil umgeschlagen ist. Viele Denker und Visionäre waren an der Entwicklung des Computers, wie er seit den 80er Jahren bekannt ist, beteiligt und legten den Grundstein für seine benutzerfreundliche Verwendung. Dabei wurde das User Interface inhaltlich, sowie hardware-technisch immer mehr den Wünschen und Lebensbedingungen der UserInnen angepasst, sodass zum ersten Mal der „Computer für alle“ Wirklichkeit wurde.
Wie sehr kulturelle Vorstellungen die Gestaltung des Interface geprägt haben, wird unter anderem durch die Desktop-Metapher der Grafischen Benutzeroberfläche verdeutlicht, deren räumliche und haptische Analogien zum Alltag, als Mittel für einen leichteren Umgang mit Unbekanntem (wie dem Datenraum) herangezogen wurde und so den UserInnen Sicherheit in der Nutzung vermittelte.
Den wirklichen Umbruch in der Nutzung des Interface brachte das 2007 erschienene iPhone, das die mobile Kommunikations-Kultur enorm veränderte. Im Gegensatz zur bisherigen Nutzung, fungiert das Handy nun nicht mehr vorwiegend für die Sprachtelefonie, sondern wird zum „reading interface“, auf dem Infos gelesen werden. Diese Veränderung trägt zu einer vermehrt haptischen und asynchronen Nutzung bei. Mit dem (Angebot der Apps am) Smartphone, wurde die mobile Internetnutzung alltäglich, was zu einer Verbreitung und allumfassenden Nutzung des Cyberspace beigetragen hat.
Die Verwendung des Smartphones, die sich auf viele Lebensbereiche erstreckt und das Gerät als mobiler Datenträger, der persönliche Inhalte speichert, machen das Handy zu einem unentbehrlichen Objekt des täglichen Bedarfs. Dieser Umstand führt dazu, dass UserInnen eine Beziehung zu dem Gerät als „Teil“ ihres Körpers aufbauen und es unabkömmlich erscheint.
Die propagierte Ausweitung des Internets durch mobile Endgeräte bringt auch die Raumdebatte, die seit der Postmoderne im Spatial Turn verhandelt wird, zum Schwingen, wobei sich die Definition des Raumes als starres Konstrukt aufgeweicht hat. Dass sich die Raumwahrnehmung durch die Ubiquität des Internets ändert, beweisen mehrere Beispiele, bei denen die Verwendung des Smartphones eine neue Raumwahrnehmung schafft.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Interface Apps Smartphone User Interface
Schlagwörter
(Deutsch)
Interface Apps Smartphone Benutzeroberfläche
Autor*innen
Heidemarie Sonntag
Haupttitel (Deutsch)
Die App-Society
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Medienästhetik und -praxis von Anwendungssoftware
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
133 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ramón Reichert
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
08 Philosophie > 08.42 Kulturphilosophie
AC Nummer
AC10755094
Utheses ID
23305
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
