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Zwischen Populärkultur und Kunst
kultureller und institutioneller Etablierungsprozess der Farbfotografie als künstlerisches Medium unter besonderer Berücksichtigung von William Eggleston
Johanna Pröll
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Sebastian Egenhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.26111
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29388.14948.305353-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Farbfotografie, für den/die heutige/n BetrachterIn von Fotografie und Kunst im musealen Rahmen ein selbstverständlicher Anblick. Doch war dies keinesfalls immer der Fall. Denn der Etablierung der Farbfotografie als künstlerisches Medium ging ein langwieriger und vor allem vielseitiger Prozess voraus, der sich seit ihrer Erfindung im Jahr 1861 vollzog. Erst Mitte der 1970er Jahre kam es zur langsamen Anerkennung ihres künstlerischen Wertes, vor allem im institutionellen Kontext. Die vielfältigen historischen und (populär)kulturellen Vorgänge sowie die künstlerischen Einflüsse, die den Etablierungsprozess der Farbfotografie bedingten, sollen in dieser Diplomarbeit differenziert aufgearbeitet und fachlich untersucht werden. Dafür müssen diverse Ebenen in mehr oder minder zeitlich chronologischer Abfolge untersucht werden: Zunächst standen der Nobilitierung der Farbfotografie zur Kunst lange Zeit ihre technischen Gegebenheiten im Weg, unter anderem die Unwägbarkeit der Farbfabrikate und die daraus resultierenden, nicht zufriedenstellenden Farbergebnisse. Dennoch wagten sich einige KünstlerInnen und FotografInnen schon sehr früh und vor allem bewusst an das Medium der Farbfotografie und konzentrierten sich auf die Auslotung ihres spezfischen Potenzials. Bis in die 1960er und 1970er Jahre hinein hielten sich allerdings weiterhin eine Vielzahl an Vorurteilen und Gründen, die der Diffamierung der Farbfotografie Nahrung gaben: Die bis in die 1960er Jahre noch relativ hohen Kosten des Farbmaterial verhinderte lange Zeit eine weite Verbreitung außerhalb von ExpertInnenkreisen und AmateurInnenvereinen. Die Problematik des medienspezifischen Umgangs, den die Farbfotografie auf allen Ebenen vom Fotografierenden verlangte, sowie die Hochhaltung des Schwarzweißen als einzige „wahre Farbe“ der künstlerischen Fotografie, standen der Etablierung der farbigen Fotografie im Kunstkontext ebenso im Weg. Zudem kamen noch die allgemeinen historischen und vor allem populärkulturellen Entwicklungen ab den 1930ern bis in die 1950er Jahre, die die Farbfotografie als Medium der Magazine, Mode- und Werbeindustrie sowie des Fotojournalismus, also im Bereich der angewandten Fotografie, festigten und ihre Erhebung zur Kunstform weiter zurückhielten. Der allgemeine Paradigmenwechsel in der Kunst seit Beginn des 20. Jahrhunderts sei in dieser Untersuchung der Farbfotografie ebenfalls zu berücksichtigen. Vor allem der künstlerische Kontext der 1960er Jahre spielte eine wesentliche Rolle in der nun langsam einsetzenden Etablierung des Mediums als im musealen Rahmen anerkannte, künstlerische Ausdrucksform. Der kritischen Hinterfragung von institutionellen Strukturen und der langsam vor sich gehenden Institutionalisierung künstlerischer Farbfotografie (vor allem im Kontext des Museum of Modern Art in New York) kommt daher ebenfalls eine wesentliche Rolle in dieser Arbeit zu. Abschließend soll der Fokus auf die Farbfotografie der 1970er Jahre und einige ihrer, unter der Begrifflichkeit New Color Photography zusammengefassten, VertreterInnen gerichtet werden. Insbesonders wird der Schwerpunkt auf das Werk und die außergewöhnliche Praxis von William Eggleston gelegt, dessen frühe Arbeiten in einer Auswahl auf ihre besondere Bildsprache und – ästhetik hin untersucht werden sollen. Der Etablierungsprozess der Farbfotografie ergibt sich daher als historisch kulturell beeinflusster, sowie interdiziplinärer und intermedialer Entwicklungsprozess, der sich in seiner Komplexität nur durch eine umfassende und unterschiedliche Ebenen und Jahrzehnte durchleuchtende Analyse ganzheitlich erschließt. All jene konstitutiven Aspekte, die diesen vielseitigen Vorgang ausmachen, werden in der vorliegenden Diplomarbeit fundiert und detailliert aufgearbeitet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Color Photography
Schlagwörter
(Deutsch)
Etablierung Farbfotografie William Eggleston
Autor*innen
Johanna Pröll
Haupttitel (Deutsch)
Zwischen Populärkultur und Kunst
Hauptuntertitel (Deutsch)
kultureller und institutioneller Etablierungsprozess der Farbfotografie als künstlerisches Medium unter besonderer Berücksichtigung von William Eggleston
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
157 S. : zahlr. Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sebastian Egenhofer
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines
AC Nummer
AC10738902
Utheses ID
23326
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
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