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Hässlichkeit und Uniformität
Identität, Körperlichkeit und Figur in Marius von Mayenburgs "Der Hässliche"
Marie-Therese Handle
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Konstanze Fliedl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.26158
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30194.56541.868469-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In Marius von Mayenburgs Der Hässliche (UA 2007) verknüpfen sich zahlreiche Bedeutungsebenen eines Theatertextes zu einem komplexen Geflecht von Strukturen und Mechanismen des Theaters einerseits, der zeitgenössischen gesellschaftlichen Bestrebungen, Idealbildern zu entsprechen, andererseits. Getrieben vom Wunsch nach Normalität und seinem Optimierungswillen lässt Lette sein Gesicht operieren und verwandelt sich vom ‚Hässlichen‘ in einen beruflich erfolgreichen, von Frauen umschwärmten Senkrechtstarter. Der Chirurg operiert weitere Männer, die dasselbe Gesicht erhalten, und Lettes Hässlichkeit wird durch Uniformität ersetzt. Das Stück wird anhand zweier Herangehensweisen hinsichtlich der Umsetzung von Körperarbeit als Identitätsarbeit analysiert. Zum Einen wird soziologische Forschungsliteratur zum Phänomen der Schönheitschirurgie zwischen Selbstermächtigung und Selbstregierung herangezogen, auf deren Basis die Stückanalyse durchgeführt wird. Dabei zeigt sich, welche narrativen Strukturen von Schönheitschirurgie als Weg zum glücklicheren Leben in Der Hässliche aufgegriffen und demontiert werden. Auch der Zusammenhang von Körper und Identität wird in der Untersuchung der Identitätskrise Lettes erarbeitet. Interessant ist dabei Lettes fehlgeschlagene Reorganisation der Beziehung zwischen dem neuen Körper und dem Selbst. Da diese Verbindung nicht gelingt, muss auch Lettes Identität am Ende scheitern. Zum Anderen wird das Stück mittels dramenanalytischer Verfahren in Hinblick auf die dramaturgische Umsetzung von Körperlichkeit, Identitäts- bzw. Rollenarbeit und Vervielfältigungsstrukturen untersucht. Hierbei wird sich herausstellen, welche Textebenen sich Mayenburg zu Nutze macht, um mit der stets präsenten Körperlichkeit der SchauspielerInnen und den damit verbundenen Erwartungen der RezipientInnen zu spielen. In Summe entsteht aus den einzelnen Analyseebenen ein ebenso dichtes Netz an Bedeutungen und bedeutungsgenerierenden Prozessen. Von besonderem Interesse ist dabei die Tatsache, dass viele Untersuchungsansätze zu ähnlichen Ergebnissen führen, die jedoch auf anderen Bedeutungsebenen inszeniert werden. Diese Ergebnisse werden deshalb nicht als redundant angesehen, sondern vielmehr als unterschiedliche Aspekte des Untersuchungsgegenstands.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Der Hässliche Marius von Mayenburg Drama Theater Identität Verkörperung
Autor*innen
Marie-Therese Handle
Haupttitel (Deutsch)
Hässlichkeit und Uniformität
Hauptuntertitel (Deutsch)
Identität, Körperlichkeit und Figur in Marius von Mayenburgs "Der Hässliche"
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
III, 108 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Konstanze Fliedl
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.82 Dramatik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors ,
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters ,
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie
AC Nummer
AC10738727
Utheses ID
23371
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
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