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Representation of Irish identity in films of contemporary cinema and television
Stephanie Galla
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Franz-Karl Wöhrer
DOI
10.25365/thesis.26291
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29449.42423.108554-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Während Irland von ausländischen Filmproduktionsfirmen aufgrund pittoresker Landschaft, mystischer Geschichte und billiger Produktionskosten gerne besucht wurde, war das indigene irische Kino bis in die 1970er Jahre nahezu nicht existent. Vor allem Hollywood war von Irlands traumhafter Kulisse und dessen heroischen Legenden angetan und machte den irischen Film zu dem seinem. John Fords US-Produktion The Quiet Man (1952) galt jahrzehntelang als die traditionelle filmische Repräsentation Irlands und dessen typischen Lebensart, nämlich „Irishness“.
Irlands eigenes indigenes Kino erwachte erst in den 1970ern. Die heimischen Filmschaffenden bemühten sich jedoch, mit der traditionellen Repräsentation Irlands zu brechen. Die von Hollywood definierten Stereotypen wurden frech und schonungslos dekonstruiert. Obwohl es nicht an Talent fehlte, musste der irische Film noch Jahrzehnte kämpfen, um sich gegen die kulturelle Dominanz der Literatur durchzusetzen. Des Weiteren erschwerte es Irlands missliche Finanzlage der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts, eine indigene Filmszene aufzubauen. Der irische Staat, gekennzeichnet von Protektionismus, einer ärmlichen Agrarindustrie und repressiven Gesellschaft, befand sich weit abgeschlagen vom Rest des fortschrittlichen Europas. Darüber hinaus waren Irlands Politik und Gesellschaft von der starken Verbindung zwischen Staat und Katholischen Kirche geprägt. Die Kirche übte des Weiteren großen Einfluss auf Kunst und Kultur, wie z.B. durch Zensur, aus. Als in den 1960ern Irlands Politik und Wirtschaft liberaler wurden, erfuhr auch die Gesellschaft einen signifikanten Modernisierungsprozess. Jene Liberalisierung spiegelte sich auch in der Kultur wider und so konnte sich der indigene Film weiter entfalten.
Zwei für den irischen Film signifikante Entwicklungen ereigneten sich in den 1980er Jahren. Zum einem ermöglichte die Gründung des Irish Film Boards die heimische Filmszene auf höherem Niveau auszubilden, als auch finanziell zu fördern. Zum anderen erlaubte das Steuerentlastungsmodell „Section 35“ vergünstigte Produktionsbedingungen für nationale und internationale Filmemacher. Beide Einrichtungen begünstigten die indigene Filmszene ungemein, sodass nun auch finanzielle Erfolge erzielt werden konnten. Der wirtschaftliche Boom während des Zeit des „Celtic Tigers“ spiegelte sich in der Filmindustrie wieder, die sich in den 2000er Jahren neu erfand.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem modernen irischen Kino und dessen Entwicklungen. Anhand von vier ausgewählten Filmen soll analysiert werden, welche Aspekte bzw. Themen das gegenwärtige irische Kino behandelt. Die ausgewählten Filme, The Wind that Shakes the Barley (Ken Loach; 2006), The Butcher Boy (Neil Jordan; 1997), Adam and Paul (Lenny Abrahamson; 2004), und Garage (Lenny Abrahamson; 2007) werden kontextbezogen auf politische, wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Entwicklungen analysiert. Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede der Filme werden angesprochen, um sich an das Konzept von „Irishness“ heranzutasten. Der Schwerpunkt der Filmanalyse basiert auf einer genauen und detaillierten Interpretation verschiedener Teilbereiche, die u.a. zu der irischen Wesensart beitragen sollen. Religion, Landschaft, die Institution der Familie, Irlands problematische Beziehung zu Großbritannien sowie kulturelle Transmitter, wie z.B. die Musik, werden ausführlich anhand ihrer sozialhistorischen Hintergründe behandelt. Werke von kommerziellen als auch von avantgardistischen Regisseuren wurden selektiert, um das facettenreiche und talentierte irische Kino aufzuzeigen. Obwohl die indigene irische Filmindustrie noch relativ jung ist, entwickelt sie sich rasant weiter, die eine Fülle von Definitionen von „Irishness“ anbietet. Die kommerziell erfolgreichen und von Kritikern gefeierten Produktionen der letzten Jahre, ließen den irischen Film zu einem wichtigen Mitwirkenden in der internationalen Szene avancieren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Irland Kino Film
Autor*innen
Stephanie Galla
Haupttitel (Englisch)
Representation of Irish identity in films of contemporary cinema and television
Paralleltitel (Deutsch)
Die Repräsentation der irischen Identität in zeitgenössischen Kino- und Fernsehfilme
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
121 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Franz-Karl Wöhrer
Klassifikation
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC10838607
Utheses ID
23502
Studienkennzahl
UA | 343 | | |
