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Inszenierung von Verletzung und Wundheilschilderung in mittelhochdeutscher Epik
Sophie Ivanka
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Johannes Keller
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.26577
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29999.86218.282853-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Gerade bei den Beschreibungen von Kämpfen in der mittelhochdeutschen Epik existiert eine große Bandbreite von unterschiedlichsten Verwundungen. Sofern der Ritter überlebt, folgt auf eine Verwundung auch eine Heilungsschilderung. Diese Untersuchung beschäftigt sich mit der Darstellung von Verletzung und Wundheilung im literarischen Kontext und deren Einfluss auf das Bild des Helden und den Fortlauf der Handlung. Es werden drei epische Texte behandelt: der „Tristan“ Gottfrieds von Straßburg, „diu crône“ Heinrichs von Türlin und den „Willehalm“ Wolframs von Eschenbach. Diese Werke verhalten sich in Hinsicht auf Verletzung und die oft darauf folgende medizinische Behandlung sehr unterschiedlich. In der ersten, behandelten Darstellungsmöglichkeit spielt die Verletzung eine essentielle Rolle für den Fortgang des Plots. Der Held kann nur an einem be-stimmten Ort unter bestimmten Voraussetzungen Heilung finden, wodurch der Fortgang der Handlung beeinflusst wird. („Tristan“) Im anderen Fall dienen Kampf und Verletzung um die Vorbildhaftigkeit des Ritters hervorzuheben und seine Heldenhaftigkeit in einer aussichtslosen Auseinandersetzung weiter zu dramatisieren. („diu crône“, „Willehalm“) Als Interpretationsansatz für einen so körperbezogenen Forschungsinhalt greife ich auf unterschiedliche, körperkonzeptionelle Theorien zurück, die sich in erster Linie mit dem Begriff der hövescheit und der Beschaffenheit, sowie der Dekonstruktion des ritterlichen bzw. höfischen Körpers auseinandersetzen. Beim höfischen Körper handelt es sich um eine Allegorie. Er setzt sich aus ei-nem Kollektiv von Helden zusammen. Jeder der Ritter verkörpert ein ideelles Programm höfischer Tugenden, das ihm bereits in seiner Erziehung vermittelt wird. Diese Erziehung spielt eine essentielle Rolle in der Darstellung von Hel-denmut, denn sie prägt nicht nur den physischen, sondern auch den ritterlich-höfischen Leib, zu dem sowohl seine Ausrüstung, wie etwa Pferd, Rüstung und Schwert, als auch sein gesamtes hövesches Wesen zählen. Wird dem Ritter eine Verletzung zugefügt, betrifft diese nicht nur ihn selbst, sondern auch das höfische Kollektiv, dem er angehört.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Verletzungen und Wundheilung hövescheit höfischer Körper und Kollektiv von Helden
Autor*innen
Sophie Ivanka
Haupttitel (Deutsch)
Inszenierung von Verletzung und Wundheilschilderung in mittelhochdeutscher Epik
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
83 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johannes Keller
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.81 Epik, Prosa
AC Nummer
AC10745878
Utheses ID
23757
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
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