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Das Erleben einer hochgradigen Hörschädigung bei Kindern und Jugendlichen
eine phänomenologische Untersuchung
Claudia Leimer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Sabine Metzing
DOI
10.25365/thesis.26648
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29139.53937.261764-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Fokus dieser Arbeit steht das Erleben einer hochgradigen Hörschädigung von Kindern und Jugendlichen. Es soll herausgefunden werden, inwiefern die Hörbehinderung ihren Alltag und ihre Gedanken beeinflusst und wie sich dieser mögliche Einfluss auswirkt.
Zur Datenerhebung wurden neun qualitative Interviews mit neun Teilnehmern mittels Interviewleitfaden durchgeführt. Die Fragen bezogen sich auf die Bereiche der Alltagsgestaltung, Bildung und Beruf, Familie, Persönliches und Soziales. Die Auswertung erfolgte nach der Interpretativen Phänomenologischen Forschung von Patricia Benner.
Zusammenfassend zeigte sich ein eher pragmatischer Ansatz hinsichtlich der ursprünglichen Forschungsfrage. Die durch die Hörbehinderung bestehenden Grenzen werden oft recht emotionslos akzeptiert und praktikable alternative Lösungen gesucht. Dennoch zeigte sich bei einem Drittel der Befragten das Phänomen nach dem Wunsch einer alle Grenzen überschreitenden Universalsprache. Die jeweiligen Konzepte der Teilnehmer waren zwar sehr unterschiedlich, wiesen jedoch in ihrer Grundaussage deutliche Übereinstimmungen auf. Dazu zählt die absolute Dominanz der Idee des jeweiligen Konzepts auch für die aktuelle Lebensgestaltung und Zukunftsplanung. Daraus kann geschlossen werden, dass gehörlose Kinder und Jugendliche die Trennung zwischen der hörenden und hörbeeinträchtigten Welt als sehr prägend erleben und danach streben, diese Kluft zu überwinden.
Abstract
(Englisch)
This thesis is about the experience of hearing impairment of children and juveniles and how their deafness influences their everyday life and their mind.
In order to collect relevant data, nine qualitative guided interviews with nine participants were done. The questions were related to everyday life, education and career, family life, personal and social issues. The data was analysed by the interpretative phenomenology research approach of Patricia Benner.
All in all the research questions were answered in a very pragmatic way. The lines drawn by deafness seem to get accepted by the participants free of emotion; according to that they focus on practical solutions. Nevertheless one out of three showed the wish of a universal language which crosses all borders. In fact the individual conceptions were designed very differently but matched clearly in their basic statement. This also includes the absolute dominance of the conception even concerning the current way of life and the individual plan for the future. According to that the conclusion can be drawn that the separation of the deaf and of the hearing world seems to have an enormous influence on hearing impaired children and juveniles and that they seek to bridge the gap between these two worlds.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
deafness phenomenology
Schlagwörter
(Deutsch)
Gehörlosigkeit Phänomenologie
Autor*innen
Claudia Leimer
Haupttitel (Deutsch)
Das Erleben einer hochgradigen Hörschädigung bei Kindern und Jugendlichen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine phänomenologische Untersuchung
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
97 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Metzing
Klassifikation
71 Soziologie > 71.70 Behinderte
AC Nummer
AC10786331
Utheses ID
23828
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
