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Distributive Gerechtigkeit und EU-Steuercompliance im Kontext der EU-Transferzahlungen
Christina Helmel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Martina Hartner-Tiefenthaler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.26745
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29813.18260.742464-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen distributiver Gerechtigkeitswahrnehmung der EU-Transferzahlungen und kollektiver bzw. individueller EU-Steuercompliance bei Bezugnahme auf Schweden als Nettozahler und Rumänien als Nettoempfänger. Im theoretischen Teil der Arbeit werden die Konstrukte Steuercompliance und distributive Gerechtigkeit definiert und ausgeführt. Dabei wird näher auf sozialpsychologische Faktoren der Steuercompliance, wie Steuermoral, soziale Normen, Altruismus und Gerechtigkeit eingegangen. Im weiteren Verlauf werden Equity- und Mehrprinzipienansätze, als zwei unterschiedliche theoretische Positionen hinsichtlich der Kriterien einer gerechten Verteilung dargestellt, bevor die Konzepte der distributiven Gerechtigkeit im Steuerkontext beschrieben werden. Austauschgerechtigkeit, horizontale und vertikale Gerechtigkeit werden erörtert. Anschließend wird die Selbstkategorisierungstheorie von Turner et al. (1987) beschrieben und im Kontext von distributiver Gerechtigkeit und Steuerforschung näher beleuchtet. Nachdem Wenzels Modell des legitimen Anspruchs (1997) als Kernkonzept der Beurteilung von distributiver Gerechtigkeit und die damit verbundene Rolle der Prototypikalität dargestellt wird, wird der Zusammenhang von distributiver Gerechtigkeit und (EU-)Steuercompliance beschrieben. Im empirischen Teil der Arbeit werden die Methoden zur Untersuchung der Forschungsfragen dargestellt. Die Hypothesen betreffen den Zusammenhang zwischen distributiver Gerechtigkeitswahrnehmung der EU-Transferzahlungen und kollektiver bzw. individueller EU-Steuercompliance sowie diesbezügliche Unterschiede bei Bezugnahme auf Schweden und Rumänien. Abschließend werden die Ergebnisse dargestellt. Es konnten keine signifikanten Unterschiede in der Gerechtigkeitswahrnehmung bei Bezugnahme auf Schweden bzw. Rumänien festgestellt werden. Ein positiver Zusammenhang zwischen distributiver Gerechtigkeitswahrnehmung und Steuercompliance konnte auf kollektiver Ebene, in geringerem Maß auch auf individueller Ebene, festgestellt werden. Außerdem wurde die im Vortest vorgegebene Skala Prototypikalität hinsichtlich ihrer Messgenauigkeit überprüft. Diese kann als sehr kompakt und intern konsistent angesehen werden. Des Weiteren wurde im Zuge einer explorativen Datenanalyse gezeigt, dass keine Unterschiede in der kollektiven bzw. individuellen Steuercompliance bei Bezugnahme auf Schweden bzw. Rumänien bestehen. Es konnte außerdem gezeigt werden, dass Schweden als protoypischer für die EU wahrgenommen wird als Rumänien und dass ein positiver Zusammenhang zwischen Prototypikalität und distributiver Gerechtigkeitswahrnehmung besteht. Ein Interaktionseffekt, von distributiver Gerechtigkeitswahrnehmung und Prototypikalität im Zusammenhang mit kollektiver bzw. individueller Steuercompliance, kann aufgrund der vorliegenden Daten nicht angenommen werden.
Abstract
(Englisch)
This study investigates the correlation between the perception of distributive justice with regard to EU-transfer payments focusing on Sweden, a net contributor, and Romania, a net receiver, and collective and individual EU-tax compliance. The theoretical section of this thesis defines and reconsiders elements of distributive justice and tax compliance. Sociopsychological influencing factors, such as, moral attitudes towards taxes, social norms, altruism, and justice are discussed. Furthermore, two theoretical positions about the criteria employed for fair distribution, and the concepts of distributive justice as it relates to taxes are described. The study is particularly focused on the concepts of exchange equity, horizontal and vertical fairness. Subsequently, the Self-Categorization Theory from Turner et al. (1987), is delineated and put in the context of distributive justice and tax research. After introducing Wenzels model of legitimate entitlements (1997), as the core concept in judging distributive justice and the role of prototypicality, the correlation between distributive justice and tax compliance is further examined. The empirical part of the thesis demonstrates the methodic procedure. The hypotheses feature the correlation between the perception of distributive justice of EU-transfer payments referencing Sweden and Romania and collective and individual EU-tax compliance. The results are thouroughly examined. In conclusion, analysis indicates there are no significant differences in the justice perception of EU-transfer payments with regard to Sweden or Romania. A positive correlation between justice perceptions and EU-tax compliance is assumed on the collective and individual level. Similarly, there appears to be no significant differences in collective or individual EU-tax compliance in reference to Sweden or Romania. Furthermore a practical scale for prototypicality is introduced. There is indication that Sweden is perceived as more prototypical of the EU than Romania and that there exists a positive correlation between prototypicality and the perception of distributive justice. It could be shown, that there is no interaction effect between the perception of distributive justice of EU-transfer payments and prototypicality. Lastly, the results are summarized, categorized, and discussed for easy reference.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
distributive justice tax compliance
Schlagwörter
(Deutsch)
distributive Gerechtigkeit Steuercompliance
Autor*innen
Christina Helmel
Haupttitel (Deutsch)
Distributive Gerechtigkeit und EU-Steuercompliance im Kontext der EU-Transferzahlungen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
74, XXXV S. : graph. Darst
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Hartner-Tiefenthaler
Klassifikation
77 Psychologie > 77.99 Psychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC10784718
Utheses ID
23921
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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