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Aufbau kirchlicher Strukturen im Norden und Osten des Karolingerreiches
Vorgeschichte und Vergleich
Astrid Toegel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Walter Pohl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.26781
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29406.23135.256960-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit bietet einen missionsgeschichtlichen Vergleich zweier Kultur- und Siedlungsräume, die Karl der Große gegen Ende des 8. Jahrhunderts durch Eroberung in sein Reich eingegliedert hatte. In diesem Kontext sind Missionsbestrebungen wichtig für das Verständnis von Prozessen der Reichsbildung und der Festigung von Verwaltungsstrukturen, die sich daran anschließen. Die große Bedeutung der Mission im Karolingischen Reich verdeutlichen persönliche Zeugnisse von Kirchenmännern, wie die Briefe von Bonifatius und Alkuin. Die beiden Untersuchungsgebiete sind der awarische Osten und der sächsische Norden. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der unterschiedlichen Entstehung kirchlicher Strukturen in diesen Gebieten. Besonders auffällig ist daher das Fehlen von Bistumsgründungen bei Slawen und Awaren während im eroberten Sachsen bis in die ersten Jahrzehnte des 9. Jahrhunderts ganze acht Bistümer auf königliche Initiative errichtet wurden. Hauptaugenmerk wurde daher auf jene Institutionen gelegt, die als Träger der Mission fungierten, wie Klöster und Bistümer. Das Engagement für die Christianisierung der Heiden blieb aber nicht auf kirchliche Kreise beschränkt, vielfach kam es zu einer Zusammenarbeit geistlicher und weltlicher Mächte. In vielen schriftlichen Quellen erscheint auch der König selbst, als der Initiator und Gründer kirchlicher Institutionen. Daraus lässt sich die politische Dimension der Mission im Frühmittelalter besonders deutlich ablesen. Die Arbeit soll den Forschungsstand zum institutionellen Aspekt der Christianisierung zusammenfassen. Anhand zeitgenössischer Quellen und ausgesuchter Sekundärliteratur wird ein Überblick über jene erfolgreichen Initiativen und Leistungen gegeben, die schließlich den Aufbau kirchlicher Strukturen in ehemals heidnischen Gebieten ermöglichten. Der Vergleich macht die Unterschiede in den Missionsprozessen und deren Auswirkungen sichtbar. Es lässt sich die begründete Vermutung anstellen, dass die intensiveren Bemühungen um die Christianisierung der Sachsen vor allem Seitens des Karls des Großen, in diesem Gebiet den Aufbau einer stabile Kirchenorganisation ermöglicht hat.
Abstract
(Englisch)
This thesis offers a comparative perspective on the history of Christian mission concerning two settlement areas that were conquered by Charlemagne by the end of the 8th century. In this context missionary activities are key for understanding processes of empire formation and the crystallisation of administrative structures in its wake. Personal documents of eminent churchmen like Alcuin and Boniface reflect the importance of mission for Carolingian imperial politics. The two areas under scrutiny are the Avar east and the Saxon north. The study focuses on the highly different developments of ecclesiastical and missionary structures in these areas which are the reason why they were chosen for comparative analysis. It is significant that no foundations of dioceses took place in areas inhabited by Slaws and Avars, whereas in upper Saxony eight dioceses were founded by imperial initiative during the first decades of the 9th century. Institutions of genuine missionary function like monasteries and dioceses are therefore put centre stage. The Christianisation of pagans, then, was not restricted to monastic activities alone. The church often worked hand in hand with secular authorities. In many sources the king himself appears as a founder and initiator of ecclesiastical institutions which is a strong argument for the political dimension of missionary activities in early medieval times. This thesis gives an overview of the relevant literature concerning institutional aspects of Christianisation. Using contemporary medieval sources and selected secondary literature, it also gives an overview of those successful initiatives and accomplishments, which helped establishing ecclesiastical structures in former pagan areas. Within a comparative perspective, the differences between the two missionary areas become visible. There are good reasons to conclude that the more intensive efforts of Charlemagne towards Christianisation in Saxony helped to found there a solid church organisation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
history of christian mission foundation of bishoprics foundation of dioceses avars saxons carinthians Charlemagne Bonifatius Alcuin Arno of Salzburg Saxon bisoprics Bavarian bisoprics
Schlagwörter
(Deutsch)
Missionsgeschichte Bistumsgründung Awaren Sachsen Karantanen Karl der Große Bonifatius Alkuin Arn von Salzburg sächsische Bistümer bayerische Bistümer
Autor*innen
Astrid Toegel
Haupttitel (Deutsch)
Aufbau kirchlicher Strukturen im Norden und Osten des Karolingerreiches
Hauptuntertitel (Deutsch)
Vorgeschichte und Vergleich
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
168 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Pohl
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.01 Historiographie ,
15 Geschichte > 15.15 Archäologie ,
15 Geschichte > 15.31 Frühes Mittelalter ,
15 Geschichte > 15.32 Fränkisches Reich ,
15 Geschichte > 15.48 Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen ,
15 Geschichte > 15.51 Niedersachsen, Bremen ,
15 Geschichte > 15.56 Bayern ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz, Österreich-Ungarn, Österreich
AC Nummer
AC10793591
Utheses ID
23956
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
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