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Des Schauspiels neue Kleider
Überlegung zur Integration kostümtheoretischer Ansätze in die theaterwissenschaftliche Methodik
Kerstin Moser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Hulfeld
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.26800
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30006.82469.283563-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie kostümtheoretische Überlegungen in die gängige Methode der theaterwissenschaftlichen Aufführungsanalyse integriert werden können. Ausgangspunkt für diese Fragestellung ist die Beobachtung, dass das Kostüm im Moment der Aufführung eine Art Grenze markiert, an der Darstellung und Rezeption aufeinander treffen, beziehungsweise ineinander übergehen. Das Kostüm vermag mittels Schnitt, Materialität und gegebener Bewegungsfreiheit direkt auf den Darstellerkörper einzuwirken. Gleichzeitig stellt es für den Rezipienten einen optischen Reiz mit Symbolcharakter dar. Die Kleidung des Schauspielers definiert also die Rahmenbedingungen für die körperliche Rollendarstellung auf dem Theater und kann daher für jegliche theaterwissenschaftliche Forschung von zentraler Bedeutung sein. Vor allem für die Analyse des Gegenwartstheaters, das oftmals nicht mehr über Handlung und Dialog erfasst werden kann, könnte eine Betrachtung des Kostüms aufschlussreich sein. Gerade für Theaterformen, die nicht mehr nach Maßgabe ihrer literarischen Vorlage oder Inszenierung analysiert werden können, bietet das Kostüm einen wichtigen Ansatzpunkt, an dem theoretische Überlegungen wieder fixiert werden können. Der erste Teil der Arbeit widmet sich zunächst dem Versuch, unterschiedlichste Bedeutungsfelder des Begriffs Kostüm offen zu legen und anschließend vier Forschungsansätze der frühen Theaterwissenschaft auf die Brauchbarkeit ihrer Methodik zu überprüfen. Anschließend soll am Beispiel der Dissertation von Winfried Klara gezeigt werden, welches Potenzial eine Integration kostümtheoretischer Ansätze für die Theatergeschichtsschreibung haben kann. Was Klara in seinen Forschungen für das Schauspielkostüm des 18. Jahrhunderts geleistet hat, könnte auch eine Perspektive für die Erforschung des zeitgenössischen Theatergeschehens sein. So wird in der zweiten Hälfte der Arbeit versucht, die zuvor gewonnenen theoretischen Erkenntnisse für eine Analyse des Gegenwartstheaters brauchbar zu machen. Zu diesem Zwecke wird zunächst auf Diskurse der Psychologie und Soziologie zurückgegriffen, die den Symbolwert der Kleidung genauer ausdifferenzieren. Ergänzt wird diese Theoriebasis mit einer Reihe persönlicher Überlegungen, deren Ziel es ist, mögliche Fragestellungen und Perspekti-ven für die Kostümanalyse zu bestimmen. Anhand eines praktischen Beispiels – Christoph Marthalers „Riesenbutzbach“ – soll im letzten Kapitel der Versuch unternommen werden, eine erste Kostümanalyse vorzulegen und daran zu zeigen, welche Erkenntnisse auf Basis einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Kostüm möglich sind.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kostüm Schauspielkostüm Kostümanalyse Bühnenkostüm
Autor*innen
Kerstin Moser
Haupttitel (Deutsch)
Des Schauspiels neue Kleider
Hauptuntertitel (Deutsch)
Überlegung zur Integration kostümtheoretischer Ansätze in die theaterwissenschaftliche Methodik
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
132 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Hulfeld
Klassifikation
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters
AC Nummer
AC11314934
Utheses ID
23973
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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