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Ethisch-rechtliche Probleme am Lebensende bei nicht einwilligungsfähigen Patienten in der Intensivmedizin
Einstellungen der Pflegepersonen zum Therapieabbruch und zur Therapiereduktion
Eveline Böhacker
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Matthias Beck
DOI
10.25365/thesis.26817
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29312.84863.310461-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der demographische Altersstrukturwandel und der Fortschritt in der Intensivmedizin sind dafür verantwortlich, dass immer mehr alte Menschen mit unterschiedlichen Grunderkrankungen auf Intensivstationen behandelt werden. Durch die erweiterten medizinischen Möglichkeiten besteht die Gefahr, dass nicht mehr zum Wohle des Patienten gehandelt wird, sondern die vorhandenen Therapiemöglichkeiten unreflektiert angewendet werden. Die Intensivmedizin kann zwar viele Krankheitszustände verbessern, jedoch wird durch intensivmedizinische Maßnahmen ein Sterben in Würde erschwert. Klare Regeln für den Therapieabbruch gibt es nicht, da Prognosen nur selten eindeutig gestellt werden können und somit muss jede Entscheidung vom Arzt individuell für den Patienten getroffen werden. Diese Entscheidungen haben einerseits unmittelbare Auswirkungen auf die Pflege und andererseits spielen Pflegende bei diesen ethischen Entscheidungen eine wichtige Rolle. Die professionelle Pflege von Patienten mit einer Änderung des Therapieziels stellt an die Pflegenden große fachliche, psychosoziale und ethische Anforderungen. In der vorliegenden Arbeit werden ethisch-rechtliche Probleme am Lebensende bei nicht einwilligungsfähigen Patienten in der Intensivmedizin aus dem pflegerischen Blickwinkel beleuchtet und die in diesem Zusammenhang entstehenden ethischen Konflikte und Dilemmata diskutiert. Es wird versucht, die Rolle der Pflegenden im Entscheidungsprozess darzustellen und das subjektive Erleben der Pflegenden zu beschreiben.
Abstract
(Englisch)
The on-going demographic change and the enormous progress in intensive care medicine are responsible for the fact that ever more elderly people with different underlying illnesses are being treated in intensive care units. However, there is the intrinsic danger that the constantly increasing number of medical treatments is no longer used for the patients’ benefit but that many of these therapies are applied without giving priority to the patients’ condition and well-being. Intensive care medicine can cure many illnesses or at least ameliorate the patients’ medical condition but these therapies often make it more difficult for the patients to die in dignity. Furthermore, there are no clear guidelines for the discontinuation of therapies as unambiguous and unequivocal predictions can rarely be made. Therefore every particular decision has to be made by the respective doctors in charge. On the one hand, these decisions have immediate effects on patient care, on the other hand the nurses also play an important role in these ethical decision-making processes. Moreover, the professional care of patients often puts high professional, psychosocial and ethical demands on the nurses whenever the therapeutic goal is changed. In this paper I have tried to examine the ethical and legal problems that arise at the end of the lives of patients who are unable to give consent to any decision that has to be made and the ensuing ethical conflicts and dilemmas from the nurses’ point of view. I have also tried to describe the nurses’ role and their subjective experiences in the decision-making processes.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
withdraw therapy withhold therapy intensive care medicine end of life decisions nursing
Schlagwörter
(Deutsch)
Therapieabbruch Therapiereduktion Intensivmedizin Lebendesende Pflege
Autor*innen
Eveline Böhacker
Haupttitel (Deutsch)
Ethisch-rechtliche Probleme am Lebensende bei nicht einwilligungsfähigen Patienten in der Intensivmedizin
Hauptuntertitel (Deutsch)
Einstellungen der Pflegepersonen zum Therapieabbruch und zur Therapiereduktion
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
174 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Matthias Beck
Klassifikationen
71 Soziologie > 71.60 Soziale Fragen, soziale Konflikte: Allgemeines ,
71 Soziologie > 71.99 Soziologie: Sonstiges
AC Nummer
AC10786142
Utheses ID
23990
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
