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Landwirtschaftliche Rohstoffe - Preisentwicklung durch Marktallokation oder Renaisssance als Spekulationsobjekt?
Florian Jungmeir
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Jörg Finsinger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.26828
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29931.15762.204761-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Anbau und Handel von agrarischen Rohstoffen ist heutzutage mehr als ein Güteraustausch, der durch Angebot und Nachfrage definiert wird, sondern ist auch Spekulationen des Finanzmarktes unterworfen. Ob und welche positiven und negativen Folgen dies nach sich zieht, versucht diese Arbeit zu beantworten und widmet sich somit der Frage, inwiefern heute die Preise agrarischer Rohstoffe durch Marktallokation entstehen und inwiefern diese von Spekulationen beeinflusst werden. Zunächst werden einige grundlegende Begriffe erklärt. Danach auf Faktoren Bezug genommen, welche die dortige Preisentwicklung mitbestimmen. Alternative Verwendungsarten für agrarische Rohstoffe wie z.B. die Bioethanolgewinnung werden angesprochen und Beispiele in Hinblick auf Spekulation und Verwendungsarten – in Bereichen der Ernährung und in anderen – untersucht. Es wird auch versucht zu begründen, warum innerhalb der agrarischen Rohstoffe sehr volatile Preise vorliegen und sich Spekulationen auf dem Vormarsch befinden. Abschließend wird ein kritischer Blick auf die Preisentwicklungen der letzten Jahre geworfen. Später wird reflektiert, ob es hierbei beispielsweise Zusammenhänge mit Naturkatastrophen oder dem Ölpreis geben kann. Folgende Schlüsse lassen sich ziehen: In den letzten Jahren haben sich die Struktur, die Betriebsgröße und die Beschäftigung in der Landwirtschaft wesentlich verändert: Die Anzahl der getreideproduzierenden Höfe sank, während gleichzeitig die Betriebsgröße und Getreideanbau steigen. Der Klimawandel führt zu Dürren, Missernten etc., die Sommer werden heißer und feuchter, was sofort eine große Auswirkung auf den erzielbaren Preis landwirtschaftlicher Produkte hat. Die Bevölkerungsexplosion führt zu Hunger, da Lebensmittel zu knapp sind und ein Verteilungsproblem vorliegt. Die Landwirtschaft befindet sich in einem grundlegenden Wandel und erfordert eine tatkräftige, sinnvolle Agrarpolitik sowie umweltfreundlichere. produktivere und effizientere Landwirtschaft. Lösungen wären, nur wissenden und qualifizierten Investoren Zugang zum Rohstoffmarkt zu gewähren und sich um mehr Transparenz, Kontrollen sowie Positionslimits zu bemühen, um unangemessene Transaktionen einzudämmen. Agrarische Rohstoffe können demnach als Spekulationsgüter bezeichnet werden, die auf volatilen Märkten gehandelt werden und Derivate werden genutzt, um von Preisschwankungen zu profitieren, was die gewöhnliche Preisfindung durch Marktallokation bzw. Angebot und Nachfrage verfälscht. Die Folgen der Spekulation sind global spürbar und haben insgesamt eher negative Konsequenzen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Landwirtschaftliche Rohstoffe Preisentwicklung Spekulation Warenbörsen Derivate
Autor*innen
Florian Jungmeir
Haupttitel (Deutsch)
Landwirtschaftliche Rohstoffe - Preisentwicklung durch Marktallokation oder Renaisssance als Spekulationsobjekt?
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
66 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Finsinger
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.99 Betriebswirtschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC10808811
Utheses ID
24000
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
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