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Der Aspekt der Sprache im Werk von Franz Erhard Walther
Nora Donata Dünser
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Julia Gelshorn
DOI
10.25365/thesis.26874
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29963.62555.917453-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der 1939 im deutschen Fulda geborene Franz Erhard Walther krempelt in den sechziger Jahren den traditionellen Kunstbegriff radikal um. Kategorien wie Künstler, Werk und Betrachter bleiben zwar erhalten, werden jedoch in ein anderes Verhältnis zueinander gebracht.
Walther schafft nicht ein Werk, das im Sehen rezipiert werden kann. Er stellt den aus 58 unterschiedlichen Objekten bestehenden sogenannten »1. Werksatz« zur Verfügung, bei dem das Publikum selbst körperlich wie mental aktiv werden muss. Denn das Werk generiert sich erst aus den Erfahrungen, die sich aus einfachen Handlungen mit den Objekten ergeben. Seine Kunst ist also immateriell.
Sprache nimmt bei diesem Prozess eine wichtige Rolle ein, begleitet sie den Handelnden doch in seinem Tun sowohl in gedachter als auch in gesprochener Form. Sie nimmt eine Vermittlerposition zwischen den inneren und äußeren Vorgängen des »Handelnden» ein und wird zum entscheidenden Faktor für die Werkproduktion. Walther hat sich in seinem Schaffen intensiv damit beschäftigt wie nichtsprachliche Erfahrungen und Erinnerungen adäquat erfasst werden können.
Die Entwicklung dieser Arbeit an und mit der Sprache wird im ersten Kapitel nachgezeichnet. Es wird gezeigt, wie er aus den Handlungen mit dem »1. Werksatz« und in den parallel dazu entstehenden »Werkzeichnungen« Begriffe und Formen findet, und wie sich daraus sein eigenes Begriffsvokabular entwickelt.
Das zweite Kapitel widmet sich einer Arbeitsphase der siebziger Jahre, der Siebdruckserie »Wortwerke«. Es lässt sich hier eine Tendenz zum Visuellen beobachten, in der Sprache als bildevozierendes Material eingesetzt wird. Waren es im »1. Werksatz« Handlungen, die Begriffe entstehen ließen, so ist es hier Text, der mentale Handlungen auslöst.
Das dritte Kapitel schließt mit einer Arbeit Walthers jüngeren Datums: Der gezeichnete autobiografische Roman »Sternenstaub« entstand zwischen 2007 und 2009 und wird hier als persönliche Überlegung des Künstlers im Sinne einer eigenen Künstlertheorie gelesen und gedeutet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Franz Erhard Walther Kunst
Autor*innen
Nora Donata Dünser
Haupttitel (Deutsch)
Der Aspekt der Sprache im Werk von Franz Erhard Walther
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
103 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Julia Gelshorn
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.31 Bildende Künstler
AC Nummer
AC10772193
Utheses ID
24044
Studienkennzahl
UA | 315 | | |
