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Die frühneuzeitlichen Familiennamen in der Kleinstadt Grein an der Donau in Oberösterreich
eine etymologisch-siedlungsgeschichtliche Analyse
Christoph Barth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Peter Ernst
DOI
10.25365/thesis.26889
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30194.26713.495754-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorgelegte Arbeit hat sich a priori zum Ziel gesetzt, die in der Kleinstadt Grein an der Donau (Oberösterreich) historisch überlieferten Familiennamen zu sammeln, analysieren und zu interpretieren.
Für die zu analysierende Datengrundlage wurden dem Gebiet entsprechende Einträge des 'Theresianischen Gültbuches' aus dem Jahre 1749 herangezogen. Diese beurkunden das Auftreten der für die zu untersuchende Gegend relevanten Familiennamen der damaligen Hausbesitzer und gelten als historisch-urkundliche Belege. Als solche bilden sie den Ausgangs- beziehungsweise Ansatzpunkt für weitergehende Recherchetätigkeiten, die im Rahmen dieser Bearbeitung geleistet wurden.
In einem ersten Schritt wurden diese urkundlichen Belege für die Hausbesitzer dem Alphabet folgend und inklusive möglicherweise relevanter Informationen (wie etwa Berufstand) in die vorliegende Arbeit übertragen und in einzelne Artikel, die sich mit dem entsprechenden Familiennamen sodann im Einzelnen in etymologischer und topographischer Hinsicht beschäftigen, vorangestellt. Konkret wurden dabei zuerst die fortlaufende Nummer gemäß der Steuerfassion und – sofern vorhanden – die Adresse der damaligen Hausbesitzer angeführt. Für die in den Einträgen der Datengrundlage fallweise nicht ausgewiesenen Anschriften wurde der jeweilige Aufenthaltsort vermutet (und in eckigen Klammern wiedergegeben). Die per se gegebene Vertrautheit des Verfassers mit dem Untersuchungsgebiet (das seinen Heimatort darstellt) sollte die mancherorts vorgenommenen Ergänzungen legitimieren. Es folgten die Angaben des Vor- und Familiennamens beziehungsweise jene des Berufstandes.
In einem nächsten Arbeitsschritt wurden die maschinschriftlichen Regesten zu den oberösterreichischen Kirchenbüchern von Josef HEIDER konsultiert und sowohl kongruente Einträge als auch solche, die von den in der Steuerfassion aufscheinenden Familiennamen abweichen, als Schreibvarianten übernommen. Sofern das Angebot von HEIDER eine ausreichende Auswahl bereitstellen konnte, wurden in diesem Sinne für jeden 'Ausgangsnamen' bis zu fünf mit selbigen idente beziehungsweise ebenso viele von diesem abweichende (doch offensichtlich in Verbindung zu bringende) Belege angeführt, ansonsten entsprechend weniger. Zusammen mit der aus der Steuerfassion erschließbaren Datenbasis scheinen diese aus den Kirchenbüchern gewonnenen Nachweise somit zu Beginn des jeweilig angelegten Artikel ('Urkundliche Belege') auf.
Im Zusammenhang mit dem zweiten Unterpunkt eines Artikels ('Etymologie') wurden Verweise auf die zu vermutende Wortherkunft hinsichtlich der Familiennamen präsentiert, die sich auf die einschlägige Fachliteratur stützen. Gegebenenfalls wurden hier schließlich entsprechende Belege für die recherchierten Erläuterungen angeführt, welche sich in der gleichen Weise auf die konsultierten Forschungsergebnisse beziehen.
Zum Zwecke einer topographischen Verdeutlichung für das Verbreitungsgebiet des zu untersuchenden Familiennamens wurde im Anschluss an die etymologische Klärung der Versuch einer Lokalisation unternommen. Dabei wurde auf die computergestützte Methode von 'Geogen Austria' zurückgegriffen, die teilweise evidente und logisch nachvollziehbare, mancherorts jedoch auch nur unpräzise Rückschlüsse erlaubt. Diese kartographischen Darstellungen, das wurde vorab klargestellt, sollten dabei lediglich als Instrument zur Veranschaulichung dienen und ungefähre Eindrücke vermitteln. Obgleich weiterführende diesbezügliche Interpretationen sehr wohl angebracht wären, wurde bewusst darauf verzichtet. Diese Entscheidung wurde vor Beginn der etymologischen Diskussion argumentiert.
Im Zusammenhang mit dem vierten und den jeweiligen Artikel komplettierenden Abschnitt wurde schließlich die literarische Recherche belegt, die für die etymologischen Ergebnisse im Hinblick auf die Erklärung der Familiennamen verantwortlich zeichnet.
Die Gesamtsicht der präsentierten Belegreihen, die namenkundliche Zuweisung, sowie die Veranschaulichung des heutigen Verbreitungsgebietes anhand der Verteilungskarten begründeten schließlich die in der vorgelegten Arbeit ausgewiesene Gesamtklassifizierung der Familiennamen ('Auswertung').
Als Zielsetzung für die vorliegende Arbeit wurde, ganz im Allgemeinen, die Darstellung respektive Motivation von Bevölkerungsmobilität in der frühen Neuzeit formuliert. Diesbezügliche Ergebnisse wurden detailliert im Kontext eines Resümees ('Conclusio') vorgelegt.
Außerdem schien es angebracht, die Bedeutung des Erreichten für die Weiterentwicklung des Wissens zum Problembereich aufzuzeigen und nächste in Betracht kommende Schritte zu weiteren in Erwägung zu ziehenden wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der (im Bisherigen doch sehr vernachlässigten, Anm.) Familiennamenforschung aufzuzeigen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Familiennamen Etymologie Kartographie
Autor*innen
Christoph Barth
Haupttitel (Deutsch)
Die frühneuzeitlichen Familiennamen in der Kleinstadt Grein an der Donau in Oberösterreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine etymologisch-siedlungsgeschichtliche Analyse
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
118 S. : Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Ernst
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.16 Etymologie
AC Nummer
AC10783020
Utheses ID
24059
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
