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Die Konsolidierung der Staatsbürgerkultur Ostdeutschlands
politische Unterstützung, Sozialkapital und politische Partizipation in Ost- und Westdeutschland im Vergleich
Gerald Buchgeher
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Dieter Segert
DOI
10.25365/thesis.26895
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29201.93657.105160-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Politische Unterstützung, Sozialkapital und politische Partizipation sind von herausragender Bedeutung für eine demokratische Staatsbürgerkultur. Im vorliegenden Beitrag werden diese drei Konzepte operationalisiert und jeweils für Ost- und Westdeutschland gemessen und aggregiert. Die Ergebnisse und der Vergleich zwischen den beiden Landesteilen sollen Einsichten in die Konsolidierung der Staatsbürgerkultur in Ostdeutschland bringen. Die politische Partizipation, welche als unmittelbarstes Merkmal einer demokratischen Bürgergesellschaft gilt, wird zudem mit den beiden anderen Konzepten zu erklären versucht. Dabei wird die Hypothese aufgestellt, dass höhere, individuelle Ausmaße von politischer Unterstützung und Sozialkapital eine größere, individuelle politische Partizipation bewirken. Auch hier werden die Ergebnisse von Ost- und Westdeutschland verglichen, um potentielle Unterschiede in der Struktur und den Bestimmungsfaktoren der politischen Partizipation zwischen den beiden Landesteilen festzustellen. Als Datenbasis diente der ALLBUS Datensatz aus dem Jahr 2008 sowie aus vorangegangenen Jahren, sofern gleiche Fragestellungen konsistente Zeitreihen zuließen. Die Forschungsresultate zeigen mehr als 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung keine einheitliche, gesamtdeutsche politische Kultur. Die ostdeutsche Teilgesellschaft hat in allen drei untersuchten Konzepten signifikant niedrigere Ausmaße als die westdeutsche Teilgesellschaft. Das Modell zur Erklärung der politischen Partizipation mit Sozialkapital und politischer Unterstützung hat sich in der Empirie bewährt. Es lieferte hohe Erklärungskraft mit unterschiedlichen Ergebnissen, je nach Landesteil und Form der politischen Partizipation. Die Westdeutschen machen das Wählen am meisten von der Zustimmung zu demokratischen Idealen abhängig, während es in Ostdeutschland am meisten von Leistungsbewertungen der Demokratie abhängt. Hingegen liefern den größten Erklärungsbeitrag für unkonventionelle Partizipation in Ostdeutschland die Zustimmung zur Idee der Demokratie und in Westdeutschland die Größe und Qualität informeller Netzwerke. Für Ostdeutschland wurde die oben genannte Hypothese bestätigt. Für Westdeutschland gilt dies nur für das Wählen uneingeschränkt. Für unkonventionelle Formen politischer Partizipation ist die Hypothese in Westdeutschland nur für das Sozialkapital und die diffuse politische Unterstützung gültig. Für die spezifische Unterstützung gilt der umgekehrte Zusammenhang: Je weniger spezifische Unterstützung, desto größer die unkonventionelle politische Partizipation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
political culture east germany political support social capital political participation
Schlagwörter
(Deutsch)
Staatsbürgerkultur politische Kultur Ostdeutschland politische Unterstützung Sozialkapital politische Partizipation
Autor*innen
Gerald Buchgeher
Haupttitel (Deutsch)
Die Konsolidierung der Staatsbürgerkultur Ostdeutschlands
Hauptuntertitel (Deutsch)
politische Unterstützung, Sozialkapital und politische Partizipation in Ost- und Westdeutschland im Vergleich
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
II, 99 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dieter Segert
Klassifikation
89 Politologie > 89.53 Politische Kultur
AC Nummer
AC10806135
Utheses ID
24065
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
