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Unbewusste Vermeidung von Verlust ein Mythos?
Untersuchung zur Bahnung von Entscheidungen mit Hilfe unbewusst präsentierter monetärer Anreize
Petra Molnar
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ulrich Ansorge
DOI
10.25365/thesis.26998
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29542.59747.986955-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Monetäre Entscheidungen müssen tagtäglich getroffen werden. Nicht nur deswegen ist es von größtem Interesse, herauszufinden, wie Menschen Entscheidungen treffen und warum sie das tun. In der vorliegenden Diplomarbeit wird vom ideomotorischen Prinzip (Greenwald, 1970) Ausgang genommen, somit wird versucht, die Rolle unbewusster Wahrnehmung beim Treffen von Entscheidungen und den damit einhergehenden Verhaltensweisen aufzuzeigen. Es wird davon ausgegangen, dass ein unbewusst präsentierter Reiz, in diesem Fall ein Kartensymbol, zur Aktivierung eines Ziels führt. Dies ist dadurch begründet, dass ein instruiertes Gewinnsymbol, z.B. ♠, der erwarteten Gewinnanzeige entspricht, daher als Konsequenz der Reaktionen antizipiert werden kann und nach dem ideomotorischen Prinzip auch dieselben instrumentellen Reaktionen bahnen können sollte. Zusätzlich wurde der klassische Kongruenzeffekt mit Hilfe des Paradigmas der Bahnung untersucht. Die Versuchspersonen mussten einen Zielreiz, dem zeitlich ein maskierter Bahnungsreiz zuvor ging, als größer oder kleiner 5 kategorisieren (Dehaene et al, 1998). Dieser Bahnungsreiz wurde für 16 ms eingeblendet und konnte aus diesem Grund nur unbewusst von den Versuchspersonen verarbeitet werden. Wenn Bahnungs- und Zielreiz dieselbe Reaktion verlangen (z.B. beide kleiner 5 sind), dann soll dies zu einer schnelleren Reaktion führen, dieser Durchgang wird als kongruent bezeichnet. Im Gegensatz dazu soll es zu einer Reaktionszeitverlangsamung kommen, wenn sich Bahnungs- und Zielreiz in der motorischen Reaktion widersprechen und inkongruent sind (z.B. Bahnungsreiz ist die Ziffer 3 und Zielreiz die Ziffer 9). Ebenso wird in der vorliegenden Diplomarbeit erstmals das ideomotorische Prinzip mit dem Kongruenzeffekt im Zusammenhang mit monetären Anreizen untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung konnten den Kongruenzeffekt nicht nachweisen, wohl aber, dass motorneutrale Durchgänge zu einer Beschleunigung der Reaktionszeit führten. Die ideomotorische Theorie konnte mit der vorliegenden Studie nicht bestätigt werden. Mögliche Gründe dafür werden am Ende der Arbeit diskutiert.
Abstract
(Englisch)
Monetary decisions have to be made every day and it is important to find out how these decisions are made and why. The starting point of the current study is the ideomotor principle (Greenwald, 1970). It is assumed that a subliminal presented stimuli, in this case a symbol of a playing card, e.g. ♠, can activate a goal. One symbol implies a gain, another symbol a loss and two presented symbols have no value. The ideomotor theory postulates that the perception of a consequence of an action can activate the action itself, therefore, the presentation of the symbol (the winning symbol) can be seen as the consequence of the reaction and therefore it can lead to the action. Additionally the classical congruence effect is investigated with the aid of priming. Subjects have to react to a target number, they have to classify it as larger or as smaller than five (Dehaene et al, 1998). Before the target, a prime unbeknownst to the subjects, is subliminally presented for 16 ms. A congruent trial should lead to faster reactions, because prime (e.g. 3) and target (e.g. 4) claim the same reaction. In contrast, an incongruent trial should lead to slower responses, because prime (e.g. 3) and target (e.g. 9) demand opposite reactions from the subject. In this thesis the first time the ideomotor principle and the classical congruence effect in connection with monetary incentives are investigated. The results of the current study couldn’t confirm the congruence effect as well as it wasn’t able to confirm the ideomotor principle. Possible reasons to that are discussed in the end.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
masked priming ideomotor theory
Schlagwörter
(Deutsch)
maskierte Bahnung Ideomotorische Theorie
Autor*innen
Petra Molnar
Haupttitel (Deutsch)
Unbewusste Vermeidung von Verlust ein Mythos?
Hauptuntertitel (Deutsch)
Untersuchung zur Bahnung von Entscheidungen mit Hilfe unbewusst präsentierter monetärer Anreize
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
48 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Ansorge
Klassifikation
77 Psychologie > 77.05 Experimentelle Psychologie
AC Nummer
AC10788081
Utheses ID
24151
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
