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Von Hexentieren, Gelehrten und Gefährten
wandelbare und verwandelte Katzen in der Literatur der deutschen Romantik
Iris Veigl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Roland Innerhofer
DOI
10.25365/thesis.26999
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29547.97804.689759-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hexentiere, Gefährten und sogar Gelehrte – all jene Rollen erfüllen Katzen innerhalb
der deutschen romantischen Literatur. Die Romantik bedeutet für die Katze als
literarisches Wesen einen Umbruch und Aufschwung in ein neues Zeitalter der
Darstellung. Es beginnt ein Abwenden vom durchwegs negativen Rollenbild des Tieres,
das ihren Hintergrund im Volks- und Aberglauben hat und eine Hinwendung zur
individuellen Darstellung des Tieres als Protagonisten einer Handlung, die nicht mehr
vornehmlich auf die Gattung des Märchens beschränkt ist und sich auch mit dem Geist
und der Lernfähigkeit des Tieres auseinandersetzt. In Werken von Tieck, Brentano,
Hoffmann und Arndt werden verschiedene Katerfiguren vorgestellt und auf ihre
Verwandlungsfähigkeit untersucht. Die Tiere wandeln dabei auf einem Pfad zwischen
den Welten, wenn sie sich bei ihren Fähigkeiten und Gewohnheiten an den Menschen
orientieren ohne dabei eine Vermenschlichung anzustreben. Der Kater bleibt
vordergründig Tier und schafft es dadurch mit seinen erworbenen menschlichen
Eigenschaften den Menschen und sein Gebaren der Lächerlichkeit preiszugeben und
beweist damit mindestens seine Ebenbürtigkeit. Die innere Verwandlung der Tiere
verdrängt dabei die einer physischen. Nicht mehr offensichtliche, körperliche
Metamorphosen stehen im Vordergrund, sondern die schleichenden und versteckten
inneren Wandlungen. Differenzierter ist nicht nur die Darstellung der
Katerpersönlichkeiten selbst, sondern auch ihre Funktion im jeweiligen Text. Durch
ihre Verwandlung wirken die Kater oft als Medium oder als Spiegel, um Kritik an den
Menschen auszuüben und diese anhand ihrer Schwächen vorzuführen. Die
romantischen Kater finden in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche Nachfolger und
bis heute ist die Katze nicht mehr aus sämtlichen literarischen Gattungen wegzudenken
– verwandelt oder unverwandelt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Katze Verwandlung Wandlung Romantik
Autor*innen
Iris Veigl
Haupttitel (Deutsch)
Von Hexentieren, Gelehrten und Gefährten
Hauptuntertitel (Deutsch)
wandelbare und verwandelte Katzen in der Literatur der deutschen Romantik
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
106 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.93 Literarische Stoffe, literarische Motive, literarische Themen
AC Nummer
AC10782938
Utheses ID
24152
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
