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Die Bibel im Brennpunkt der Aufklärung - Herder und die Bibelkritik
eine Analyse zur rationalen Bibelkritik Johann Gottfried Herders mit besonderer Betrachtung des fiktionalen und realen Charakters der Heiligen Schrift im Zeitalter der Aufklärung
Ares Kaftalli
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Rohrwasser
DOI
10.25365/thesis.27066
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29680.46855.636162-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Bibelkritik im Zeitalter der Auf-klärung. Dabei wird der Fokus auf die Bibelanalyse des Theologen und Philosophen Johann Gottfried Herders (1744-1803) gelegt. Die Hauptfrage lautet: „Welche Methoden wandte Johann Gottfried Herder an, um den Fiktionalitäts- oder Wahrheitscharakter der Bibel zu prüfen?“ Umrahmt wird diese Fragestellung von den Nebenfragen, die sich mit dem Spannungsfeld Pietismus vs. Aufklärung beschäftigen, in dem sich Herder bewegt hat sowie sich auf seine philosophische und historische Betrachtung des Buches Hiob beziehen. Ferner wird auf Herders empfindsame/allegorische Interpretation der Bibel eingegangen, im speziellen auf das Buch Hiob.
Im zweiten Kapitel beschäftige ich mich mit der Hermeneutik, die als inter-pretative Methode für diese Arbeit leitend ist. Das darauf folgende Kapitel erörtert verschiedene Fachbegriffe, die für die Bibelanalyse Herders wesent-lich sind. Als nächstes wende ich mich der Biographie Herders zu und be-schreibe seine Hinwendung zur Aufklärung und wie er doch nie seine pietistische Prägung verliert.
Der Hauptteil der Arbeit befasst sich mit der Bibelkritik Herders und seinen unterschiedlichen Aspekten. Da ist zunächst die Begründung der Bibel durch die Naturwissenschaften und die Philosophie, gefolgt von der philologischen Betrachtung des Alten Testaments durch Herder. Die hebräische Poesie übt dabei besondere Anziehung auf ihn aus. Hervorzuheben ist Herders Analyse des Buches Hiob und dessen moralischer Unterweisungscharakter unter Berücksichtigung der Theodizee-Frage.
Abschließend lässt sich die Forschungshauptfrage dahin gehend beantwor-ten, dass Herder unterschiedliche Methoden zur Analyse der Bibel anwandte und sich dafür verschiedener Forschungsfelder bediente, beginnend bei den Naturwissenschaften über die Philosophie bis hin zur Literaturwissenschaft. Der Ansatz der „poetischen Bibel“ nach Robert Lowth diente Herder vor allem dazu, die Erziehungsansprüche der hebräischen Poesie zu verdeutlichen. Herder ermöglicht einen neuen Blickwinkel auf die Bibel als kulturelles Werk mit moralischem Nützlichkeitscharakter und leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Literaturwissenschaft.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Herder Bibelkritik Aufklärung Pietismus Wahrheit Poesie Hiob Sprechakt Performanz Bibel
Autor*innen
Ares Kaftalli
Haupttitel (Deutsch)
Die Bibel im Brennpunkt der Aufklärung - Herder und die Bibelkritik
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse zur rationalen Bibelkritik Johann Gottfried Herders mit besonderer Betrachtung des fiktionalen und realen Charakters der Heiligen Schrift im Zeitalter der Aufklärung
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
103 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Michael Rohrwasser
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.70 Literaturwissenschaft: Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.97 Texte eines einzelnen Autors
AC Nummer
AC10782529
Utheses ID
24208
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
