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Obsidiane ausgewählter steinzeitlicher Fundestellen in Ostösterreich
Dilek Cetin Draskovits
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Gerhard Trnka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27152
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30364.10752.708659-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Obsidiane sind Gesteinsgläser vulkanischen Ursprungs. Petrographisch werden sie zu den Vulkaniten gezählt, wobei sie keine Gesteinsart sind, sondern ein Gesteinsgefüge. Für die Entstehung von Obsidian sind zähflüssige, saure Schmelzen verantwortlich, die sehr rasch Abkühlen. Durch naturwissenschaftliche Herkunftsbestimmungen können die Rohstoffquellen der Obsidiane sehr genau bestimmt werden. Auch die Datierung von Obsidianen ist, wie zum Beispiel mit der Spaltspurendatierung, möglich. Obsidian ist seit dem Paläolithikum ein geschätztes Rohmaterial. Trotz des relativ seltenen Vorkommens in Bezug zu anderen Rohstoffen, wurde es über weite Distanzen gehandelt. Im Neolithikum hat es seine höchste Verbreitung. Aber auch in der Antike ist Obsidian geschätzt und wird vor allem für die Produktion von Kunstgegenständen verwendet. Bis heute werden aus Obsidian Schmuck –und Kunstgegenstände, aber auch medizinische Skalpelle hergestellt. In Mitteleuropa wurde Obsidian in der Urgeschichte in erster Linie für die Werkzeugherstellung benutzt. Dies gilt auch für die Obsidiane aus ostösterreichischen Fundstellen. Es wird angenommen, dass die Obsidiane im ostösterreichischen Fundgut aus dem karpatischen Raum stammen. Der mitteleuropäische Obsidian kann aus drei Lagerstätten bezogen werden. Aus den Lagerstätten der Ostslowakei, aus Nordungarn und der Ukraine. Das Vorkommen von Obsidian in weit von seinen Rohstoffquellen liegenden Gebieten zeugt von gut verknüpften Netzwerken, über denen Waren, aber vermutlich auch Ideen und Wertvorstellungen ausgetauscht wurden. An den ostösterreichischen urgeschichtlichen Fundplätzen, die Obsidianartefakte führen, ist zu erkennen, dass diese Austausch- und Kommunikationswege seit dem Paläolithikum bestanden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Obsidian Physikalische Eigenschaften Methoden der Herkunftsbestimmung Datierungsmethoden Werkstoffeigenschaften Bedeutung und Nutzung in der Urgeschichte Ostösterreichische steinzeitliche Fundstellen Mitteleuropäische Obsidianvorkommen
Autor*innen
Dilek Cetin Draskovits
Haupttitel (Deutsch)
Obsidiane ausgewählter steinzeitlicher Fundestellen in Ostösterreich
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
151 S. : Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gerhard Trnka
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
15 Geschichte > 15.19 Vor- und Frühgeschichte
AC Nummer
AC10815146
Utheses ID
24275
Studienkennzahl
UA | 309 | | |
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