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Fulla - eine arabisch-muslimische Puppe als Vorbild für junge Mädchen
Andrea Nowak
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stephan Procházka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27200
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29423.90519.494670-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der syrische Spielzeughersteller Newboy kreierte Fulla, um dem arabischen Markt eine Alternative zu Mattel’s Barbie anzubieten. Die Puppe stellt ein arabisch-muslimisches Mädchen im Alter von sechzehn Jahren dar, das traditionelle Werte vertritt, was sich v.a. in der Beziehung zu Familie und Freundinnen widerspiegelt. Der Respekt gegenüber Gott, Mutter und Vater sowie die Eigenschaften Strebsamkeit, Optimismus und Altruismus machen im Wesentlichen den Charakter der Kunstfigur Fulla aus. Sie soll ein Vorbild für junge Mädchen sein, weshalb auf der Fulla-Website zahlreiche anleitende Texte zu Schönheitspflege, persönlicher Kultivierung und sozialer Interaktion zur Verfügung gestellt werden. Die Forschungsfrage nimmt ihren Ausgangspunkt bei dem Thema Islam und inwiefern Fullas Wertevermittlung sich mit der ihr zugeschriebenen Religiosität überschneidet. Im Weiteren geht es darum, anhand der grounded theory – d.h. einer qualitativen Datenanalyse des Textmaterials, erläutert in Kapitel 1 – zu zeigen, wie Fulla die Zielgruppe der pubertären Mädchen in ihren Mikrokosmos und dessen Wertesystem verwickelt. Das grundlegende methodische Instrument der grounded theory ist das Kodierverfahren. Kodes sind Bedeutungseinheiten, die sich aus der Textanalyse ergeben und zu Kategorien verdichtet werden, die schließlich die Abgrenzung der grundlegenden Themen Islam, Sprache, Geschlechterrolle und Körper ermöglicht haben. „Rhetorik“, Kapitel 2 der Arbeit, setzt sich damit auseinander, wie Fulla, die entsprechend ihrer Darstellung als eigenständige Person rezipiert wird, durch sprachliche Raffinessen die Entwicklung manipulativer Mechanismen einleitet, deren vollständige Entfaltung und Anwendung in Kapitel 3, „Manipulation“, erläutert wird. Fulla selbst repräsentiert eine starke Persönlichkeit, die ihr Leben nach eigenem Willen gestaltet. Was sich zuerst als Anregung zu einem Selbstbild darstellt, dessen Annahme ein Versprechen von Souveränität und Chancen birgt, erweist sich im Zuge der Analyse jedoch als wenig progressiv. Kapitel 4 „Verhaltensmuster“ zeigt auf, wie Fulla durch die ihr eigene Logik zu der Internalisierung einer bestimmten Geschlechterrolle anleitet.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Fulla Puppe
Autor*innen
Andrea Nowak
Haupttitel (Deutsch)
Fulla - eine arabisch-muslimische Puppe als Vorbild für junge Mädchen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
152 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stephan Procházka
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC10810090
Utheses ID
24323
Studienkennzahl
UA | 385 | | |
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