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Keine Zeit für Gefühle
eine Aufführungsanalyse von Michael Thalheimers "Emilia Galotti 2001"
Hanna Leitner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Monika Meister
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27218
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29227.40265.722963-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Aufführungsanalyse von Michael Thalheimers Inszenierung der Emilia Galotti von 2001 am Deutschen Theater Berlin. Anhand der Aufführungsanalyse, die ihren Schwerpunkt auf die Analyse der Figuren, des Bühnenraums, Bühnenbildes und Beleuchtung, der Kostüme, Maske und Requisiten legt, wird der Frage nachgegangen, inwiefern Michael Thalheimers Emilia Galotti das Prädikat einer werktreuen Inszenierung verdient. Weiterführend wird der Schwerpunkt der Untersuchung auf die Relation Sprache-Körper der Figuren einerseits und auf das theatralische Mittel der Musik andererseits gelegt, da diese Punkte eine wichtige Rolle in Michael Thalheimers Inszenierung darstellen. Ziel der Arbeit ist es, neben der Untersuchung der Werktreue der Emilia Galotti, vor allem der Frage der Aktualität dieses Stückes nachzugehen. Worin besteht seine Bedeutung, seine Aktualität im 21. Jahrhundert? Die Analyse der Aufführung stützt sich einerseits auf die Videoaufzeichnung der ZDF Theaterkanaledition der Vorstellung. Als Arbeitsunterlage dient andererseits das vom Deutschen Theater Berlin zur Verfügung gestellte zweite Souffleusenbuch sowie der Text Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing in der Ausgabe Reclam 2001, herausgegeben von Müller Jan-Dirk. Die Fragestellungen werden mithilfe einschlägiger Fachliteratur einerseits, mittels Interviews und Artikeln in fachspezifischen Zeitschriften andererseits diskutiert und untersucht. Im Ergebnis der Arbeit wird deutlich, wie umstritten und unklar definiert der Begriff der Werktreue war und noch immer ist. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Michael Thalheimers Inszenierung der Emilia Galotti um eine werktreue Inszenierung, die die Intentionen des Autors weder verletzt noch verfälscht. Die Aktualität des Stückes von 1772 ist noch immer gegeben, da das Stück Konflikte wie Liebe, Verrat oder gesellschaftliche Ungleichheit aufwirft, die in unserer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts noch immer höchst aktuell und brisant sind.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Aufführungsanalyse Klassiker Werktreue Aktualität im 21. Jahrhundert
Autor*innen
Hanna Leitner
Haupttitel (Deutsch)
Keine Zeit für Gefühle
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Aufführungsanalyse von Michael Thalheimers "Emilia Galotti 2001"
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
134 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Monika Meister
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.00 Theater, Film, Musik: Allgemeines ,
24 Theater, Film, Musik > 24.02 Theater: Allgemeines
AC Nummer
AC10799269
Utheses ID
24337
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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