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Videokunst in Indien
Subjektivität in Extremis - die Kunst der inneren Wirklichkeit
Sylvie Weber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Claus Tieber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27219
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29158.99178.773559-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In Anlehnung an die experimentellen Methoden des indischen Autoren- und Independentkinos der 60er und 70er Jahre, thematisiert die folgende Arbeit mit dem Titel “Videokunst in Indien. Subjektivität in Extremis - Die Kunst der inneren Wirklichkeit“, zeitgenössische Praktiken mit dem relativ neuen Medium Video. Ausgehend von einem begrifflichen und inhaltlichen Überblick über die Strömungen des Avantgarde-Film, Experimental-Film und der Videokunst, deren Grenzen teils fließend verlaufen, wird der Gegenstandsbereich Indische Videokunst in sein sozialpolitisches bzw. gesellschaftliches und kulturelles Spannungsfeld eingebettet und seine globale Zugehörigkeit im internationalen Kultur- und Ausstellungszyklus dargestellt. Seit mehr als zwei Dekaden setzen sich VideokünstlerInnen mit den künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums auseinander und versuchen so die nationale und internationale Öffentlichkeit auf bestehende heterogene Strukturen der indischen Identität aufmerksam zu machen. Thematische Schwerpunkte beinhalten ausgeklammerte Tabuisierungen und Dynamiken der indischen Gesellschaft, die zwischen Tradition und Moderne, Dekolonialisierung und Liberalisierung, Individualität und Pluralität steht. Die Kunst mit dem bewegten Bild ist in diesem Sinnen ebenfalls Träger unterschiedlicher Positionen, die Fragen gegenüber dem Bewusstsein von Modernismus und Globalismus aufwerfen. Auch heute noch ist das Verständnis von zeitgenössischer, moderner Kunst größtenteils auf ein Bild beschränkt, das vor allem eine eurozentrische Vormachtstellung impliziert und den Impuls der Modernität in den dezentralen Regionen vernachlässigt. Nationale Paradigmen in der post-modernen Kunst Indiens sind das Resultat dieser schleppenden Transformation der westlichen Maßstäbe, die das globale als global konstituieren. In Anbetracht des dekonstruktiven Charakters von Video, bildet der künstlerische Umgang mit dem Medium eine Möglichkeit nicht nur neue Berührungspunkte und Beziehungen zwischen dem privaten und öffentlichen Raum herzustellen, sondern auch in formal-ästhetischer, subjektiver Auseinandersetzung, den gewohnten Blick auszuheben, das Selbst neu zu verorten und eine Verhandlung von Kontexten, wie Gender und Sexualität, einzuleiten. Die Videokünstlerin Sonia Khurana und ihr Kunstwerk “Bird“ von 1999, ist nur ein Beispiel einer solchen Auseinandersetzung mit den kritischen Potential des Mediums. Die Analyse ihrer performativen Eigeninszenierung über das Video, kehrt heraus, inwieweit eine Verhandlung mit der eigenen Identität und dem eigenen Körper öffentlich stattfinden kann und diskutiert bestimmte Bereiche in der Kunst, die in der indischen Gesellschaft zuvor unangetastet blieben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Videoart India Experimental
Schlagwörter
(Deutsch)
Videokunst Indien Experimentell
Autor*innen
Sylvie Weber
Haupttitel (Deutsch)
Videokunst in Indien
Hauptuntertitel (Deutsch)
Subjektivität in Extremis - die Kunst der inneren Wirklichkeit
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
125 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claus Tieber
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.13 Kunstausstellung ,
20 Kunstwissenschaften > 20.41 Asiatische Kunst ,
21 Einzelne Kunstformen > 21.98 Mediale Kunst ,
24 Theater > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC10793947
Utheses ID
24338
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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