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Intertextualität im Animationsfilm
eine Funktionsanalyse von vollcomputeranimierten Spielfilmen
Agnes Jünemann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Claus Tieber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27220
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30260.48773.442266-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Animationsfilm ist durch seine charakteristischen Möglichkeiten ein wichtiger Teil der Filmgeschichte. Er unterscheidet sich durch seine divergierenden Realismusansprüche und vielfältigen Gestaltungsmittel konträr vom Realfilm und bekennt sich klar zu seiner Selbstreflexivität. Er gibt seine Narration offen als erzählerische und strukturierende Instanz zu erkennen. Durch seine Digitalisierung eröffnen sich dem Animationsfilm in der jüngeren Filmgeschichte neue, originelle künstlerische Methoden, die auch für seinen kommerziellen Erfolg maßgeblich sind. Die Intertextualität nimmt als Stilmittel für erzählerische Prozesse einen spezifischen Stellenwert ein. Sie hat einen großen Anteil an der Öffnung von Altersgrenzen sowie von sozialen Milieus der Filmrezipienten und trägt somit maßgeblich zum Boom vollcomputeranimierte Spielfilme bei. In dieser Arbeit werden die unterschiedlichen Funktionen von intertextuellen Bezugnahmen in kommerziell erfolgreichen, vollcomputeranimierten Spielfilmen aufgezeigt und anhand der Filme TOY STORY und SHREK anschaulich analysiert. Intertextuelle Bezüge spielen in nahezu allen Gestaltungsmittel des Films eine Rolle und eigenen sich daher in außergewöhnlicher Weise für den Animationsfilm. Sie helfen bei präzisen Figurenzeichnungen, können narrative und dramaturgische Elemente hervorheben oder aber den Narrationsprozess an sich vorantreiben. Auch komödiantische Funktionen können von ihr übernommen werden. Besonders eindrucksvoll sind ihre ökonomischen Aufgaben, die Werbemaßnahmen dienen und maßgeblichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Films nehmen. Die spezifische Fanbildung durch Gratifikationen wirkt sich ebenso positiv aus. Der vollcomputeranimierte Animationsfilm bemächtigt sich durch die Intertextualität einer Mehrfachcodierung in seiner rezeptionsstrategischen Ausrichtung und vergrößert so sein Zielpublikum immens. Er ist dabei stark auf die Medienkompetenz seines film- und kultursozialisierten Publikums angewiesen. Der Animationsfilm steigert nicht nur seine Konjunktur, sondern verbessert durch kluge Bezüge von renommierten Werken sein Image und seine Attraktivität. Seine Relevanz wird durch sein intertextuelles Vermögen daher auch in der Zukunft weiter zunehmen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Animationsfilm Intertextualität Selbstreflexivität Toy Story Shrek
Autor*innen
Agnes Jünemann
Haupttitel (Deutsch)
Intertextualität im Animationsfilm
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Funktionsanalyse von vollcomputeranimierten Spielfilmen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
176 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Claus Tieber
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.33 Filmproduktion, Filmtechnik ,
24 Theater, Film, Musik > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten
AC Nummer
AC10799237
Utheses ID
24339
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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