Detailansicht
Musikalische Mittelalter-Rezeption bei Johann Nepomuk David
Maria Grillenberger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Matthias Meyer
DOI
10.25365/thesis.27324
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29769.47250.907455-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit behandelt einen Weg der musikalischen Mittelalter-Rezeption im 20. Jahrhundert am Beispiel des Komponisten Johann Nepomuk David (1895-1977).
Anhand dieser Persönlichkeit lassen sich zwei differenzierte Herangehensweisen an das Mittelalter nachvollziehen: Einerseits liegt der musikalisch-geistigen Vorstellungswelt des Komponisten mittelalterliches Gedankengut zugrunde, andererseits finden sich in seinem Oeuvre mehrere Vertonungen mittelalterlicher Textgrundlagen. Wichtig scheint dabei, dass David keinen historisierenden Umgang mit mittelalterlichen Stoffen pflegt, sondern mit solchen Rückgriffen vielmehr das Aktualitäts- und Zukunftspotential des Mittelalters für seine Gegenwart zu nützen versucht.
Im Besonderen wird die Textauswahl Davids erläutert und sein musikalischer Umgang damit analysiert und kommentiert – prinzipiell steht bei David die Musik immer im Dienst der Textexegese. Grundlage für die Analyse Davids musikalischer Mittelalter-Rezeption sind das umfangreiche Ezzolied-Oratorium und einige kleinere Kompositionen basierend auf mittelalterlichen deutschen Texten (beispielsweise von Walther von der Vogelweide oder Mechthild von Magdeburg). Mit seinen Vertonungen bietet der Komponist zwar nicht ein konkret festzumachendes Mittelalter-Bild an, sondern durchaus verschiedenartige Facetten. Wohl aber ist eine Tendenz zum (mystisch-) christlichen Mittelalter in Davids Werk klar erkennbar.
Abstract
(Englisch)
This thesis addresses the subject of musical reception of the Middle Ages in the 20th century through the example of the composer Johann Nepomuk David (1895-1977).
Using his example two well differentiated approaches to the Middle Ages can be discerned: on the one hand medieval ways of thinking underlie the musical-spiritual world of the composer; and on the other hand several pieces in his oeuvre are based on medieval texts. The fact that David does not historicize the medieval subjects, but rather attempts to explore the potential of the Middle Ages for his version of the present and the future seems to be especially important in this respect.
In the following David’s selection of texts and his musical treatment of these will be analysed and commented upon – in general music is always used to enhance text exegesis in his work.
As a basis for the analysis of David’s musical reception of the Middle Ages the voluminous Ezzolied-Oratorio and several shorter compositions based on medieval German texts (for instance by Walther von der Vogelweide or Mechthild von Magdeburg) were chosen. In these musical settings of medieval texts the composer does not offer one concrete image of the Middle Ages, but rather shows different aspects. However, a tendency towards the (mystic-) Christian Middle Age is clearly discernible in David’s work.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Mittelalterrezeption Johann Nepomuk David Ezzolied Walther von der Vogelweide Mechthild von Magdeburg
Autor*innen
Maria Grillenberger
Haupttitel (Deutsch)
Musikalische Mittelalter-Rezeption bei Johann Nepomuk David
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
94 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Matthias Meyer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.10 Deutsche Literatur ,
24 Theater > 24.55 Komponisten, Musiker, Sänger ,
24 Theater > 24.66 Religiöse Musik, geistliche Musik
AC Nummer
AC10782577
Utheses ID
24431
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
