Detailansicht
Beobachtungen zur Sprache in Werbespots für Kinder
mit besonderer Berücksichtigung der lexikalisch-semantischen Ebene
Sigrid Fichtinger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Franz Patocka
DOI
10.25365/thesis.2814
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30427.33562.710969-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Werbespots, die sich an Kinder richten, haben sich aus sprachwissenschaftlicher Perspektive aus mehreren Gründen als interessanter Forschungsgegenstand herausgestellt: Das Zusam-menwirken der vielfältigen Gestaltungsmittel macht den Kinderwerbespot zu einem facetten-reichen Werbemittel, denn off- und on-gesprochene, off- und on-gesungene sowie geschrie-bene Textelemente, die Bilderfolgen und die Musik- und Geräuschkulisse erzeugen in ihrem Zusammenspiel die Gesamtwerbewirkung der jeweiligen Spots. In der auf Ganzheitlichkeit ausgerichteten Betrachtung der Kinderwerbespots zeigen sich Interdependenzen zwischen den unterschiedlichen Gestaltungsmitteln, wie beispielsweise zwischen Text und Bild oder zwi-schen Text, Bild und Musik. Aufgrund dieser wechselseitigen Abhängigkeit zwischen den einzelnen Spotbausteinen ist es nicht sinnvoll, einem der Gestaltungsmittel (wie z. B. der Sprache) eine Vorrangstellung in Bezug auf die angestrebte Werbewirkung zuzuschreiben. Schließlich wird die Gesamtwerbewirkung des Spots eben durch diese Gesamtheit der ver-schiedenen Gestaltungsmittel erzielt.
Im Hinblick auf die Zielgruppe Kind ist bei den Werbezielen zusätzlich zum Kaufanreiz das vermittelte Produktimage besonders bedeutsam, da sich bei Kindern nicht nur das Mar-kenbewusstsein gerade erst ausbildet, sondern Kinder auch großes Interesse daran haben, ge-meinsam mit dem erworbenen Produkt positive Eigenschaften für sich selbst zu erlangen. In den Kinderwerbespots wird das beworbene Produkt also in besonders positivem Licht präsen-tiert. Gleichzeitig müssen die Spots aber auch den Bedürfnissen der anvisierten Zielgruppe genügen, denn Kindern wird sehr wohl die Kompetenz zugeschrieben, zwischen gut und schlecht gemachten Werbespots zu unterscheiden. Die außerordentlich positive Darstellung der Produkte erfolgt innerhalb der Spots mittels positiv konnotierter Wörter, welche in den RezipientInnen häufig dynamische Bilder hervorrufen und auf diese Weise dem für Kinder bedeutsamen Unterhaltungswert entsprechen. Kinder sehen sich Werbung nämlich gerne an und wollen von ihr unterhalten werden. Dieser Forderung werden alle 15 analysierten Kin-derwerbespots gerecht, da die inszenierten spotimmanenten Handlungen durchgehend von Spannung aufbauen und für die Zielgruppe interessante Situationen präsentieren.
Die positiven Eigenschaften der verwendeten Wörter beziehen sich nicht ausschließlich auf das beworbene Produkt, sondern auch auf die inszenierte Situation, auf die spotimmanen-ten AkteurInnen und auf die RezipientInnen. Dies unterstützt die Vermittlung eines positiven Produktimages, welches sich – wie suggeriert wird – durch den Kauf des Produkts auf die kindlichen RezipientInnen überträgt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kinderwerbespots Kinderwerbung Werbung Werbesprache Lexik Fernsehspots
Autor*innen
Sigrid Fichtinger
Haupttitel (Deutsch)
Beobachtungen zur Sprache in Werbespots für Kinder
Hauptuntertitel (Deutsch)
mit besonderer Berücksichtigung der lexikalisch-semantischen Ebene
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
208 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Patocka
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC07110040
Utheses ID
2444
Studienkennzahl
UA | 332 | | |
