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Auswirkung einer sechs-monatigen Ernährungs- und Trainingsintervention auf oxidative DNA-Schäden bei institutionalisierten Senioren
Bianca Arnold
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29490.31738.851465-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Durch die vorliegende Studie sollte die Fragestellung geklärt werden, ob eine sechs-monatige Trainings- bzw. Ernährungsintervention einen Einfluss auf oxidative DNA-Schäden und die Resistenz der Zellen gegenüber ROS hat. Als Endpunkte wurden die DNA-Migration als Folge von Einzel- und Doppelstrangbrüchen mittels Comet assay bestimmt. Die insgesamt 51 Studienteilnehmer, welche durchschnittlich 82,2 ± 6,3 Jahre alt waren, wurden zufällig, aber stratifiziert einer Interventionsgruppe (Training, Training + Ernährung, Kontrolle) zugeteilt. Die Probanden der Trainingsgruppe absolvierten zwei Mal wöchentlich ein 50-minütiges Trainingsprogramm, welches nach dem Protokoll des American College of sports medicine durchgeführt wurde. Der Ernährungsinterventionsgruppe wurde zusätzlich zum Training ein Supplement in Form einer Trinklösung für besondere medizinische Zwecke verabreicht. Die Kontrollgruppe wurde als Gedächtnisgruppe angelegt. Sie behielt ihren momentanen Lebensstil bei, an Stelle der Trainings- und Ernährungsintervention wurden eigene Einheiten durchgeführt, bei denen kognitive Fähigkeiten trainiert wurden. Den Probanden wurde zu Beginn der Studie, nach drei und sechs Monaten Blut abgenommen, aus welchem die DNA isoliert wurde. Mit Hilfe des Comet Assays konnte daraus der Grad oxidativer Schädigung ermittelt werden. Unter Standardbedingungen kam es weder bei den Interventions- noch bei der Kontrollgruppe zu signifikanten Veränderungen der DNA-Migration. Im Gegensatz dazu, konnte bei allen Studiengruppen eine signifikante Verbesserung der Resistenz gegenüber ROS festgestellt werden, wobei das Signifikanzniveau der Interventionsgruppen mit p<0.01 etwas besser ausfiel als das der Kontrollgruppe (p=0.016). Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass regelmäßiges, moderates Training die Widerstandsfähigkeit der Lymphozyten aufgrund einer trainingsinduzierten erhöhten Expression an endogenen Antioxidantien gegenüber ROS erhöht. Bei der Behandlung der Lymphozyten mit dem läsionsspezifischen Enzym FPG, das oxidierte Purine in einen DNA Strangbruch umwandelt, konnte bei beiden Interventionsgruppen ein starker Abfall an oxidativen Schäden festgestellt werden, der jedoch nur bei der Ernährungsgruppe signifikant war. Besonders auffällig war der ähnliche Verlauf der drei Studiengruppen (Training, Training + Ernährung, Kontrolle) während der sechs-monatigen Intervention. Da die Kontrollgruppe als Gedächtnisgruppe angelegt wurde, brachte man den Teilnehmern die gleiche Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegen, wie den Probanden der Interventionsgruppen. Eventuell hatte die Studienteilnahme per se und der damit verbundene veränderte Alltag, einen größeren Effekt auf das psychische und physische Wohlbefinden, als die Ernährungs- und Trainingsintervention. Der Vergleich mit aktueller Literatur bestätigte die Vermutung, dass regelmäßige Gruppenaktivitäten zu einer Verbesserung des mentalen aber auch körperlichen Wohlbefindens, insbesondere bei Älteren, führen können. Somit kann nicht ausgeschlossen werden, dass neben der Ernährungs- und Bewegungsintervention auch noch andere Aspekte wie die Sozialisation einen gewichtigen Einfluss auf die Ergebnisse der Studie hatten.
Abstract
(Englisch)
The aim of this thesis was to assess the influence of a six month lasting nutritional and training intervention on oxidative DNA damage and resistance of cell towards ROS. By using the comet assay, DNA migration as a consequence of single and double strand breaks was detected. The 51 participants, who were on average 82, 2 ± 6,3 years old, were randomly but stratified divided into three groups (training, training + nutrition, control). The test persons of the control group received a training program (50 min.) twice a week, which was implemented according to the protocol of the American college of sports medicine. Additionally to the exercise programme, the test persons of the nutrition group were given a supplement, which is used for specific medical purposes. The members of the control group retained their lifestyle and did cognitive training instead of the training and nutrition intervention. Blood samples of the participants were taken and DNA isolated at the beginning of the study and after three and six months of intervention. With the comet assay the level of oxidative damage was detected. Significant changes of DNA migration were neither noticeable for the control group nor for the intervention group at standard conditions. Opposed to this, a significant improvement of the resistance towards ROS was revealed for all three study groups. The level of significance of the intervention groups was even better (p < 0,01) than the one of the control group (p=0,016). Based on these results, it is evident that regular, moderate training enhances the resistance of the lymphocytes towards ROS and this may be due to an increased expression of endogenic antioxidants. The treatment with the lesion-specific enzyme FPG induces a transformation of oxidised purins into a strand break. It caused a strong decrease in oxidized damages in both intervention groups, whereas only the nutrition group was significant. Particularly interesting was the similar trend of the three different study groups during the intervention. Since the control group was cognitive trained, same attention and dedication as for the participants of the intervention groups was committed to its members. Potentially, the study attendance as such, and the changed daily routine had a greater effect on the mental and physical wellbeing, than the intervention itself. Current literature confirms the assumption that regular group activities can lead to an improvement of the mental and physical wellbeing, especially in the elderly. Therefore it cannot be ruled out that beside the intervention also other aspects such as socialising, may had a major impact on the results of the study.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
comet assay oxidative stress DNA-damage nutritional intervention training
Schlagwörter
(Deutsch)
Comet Assay oxidativer Stress DNA-Schäden Ernährungsintervention Training
Autor*innen
Bianca Arnold
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkung einer sechs-monatigen Ernährungs- und Trainingsintervention auf oxidative DNA-Schäden bei institutionalisierten Senioren
Paralleltitel (Englisch)
Influence of a six month lasting nutritional and training intervention on oxidative DNA-damage in elderly people
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
VI, 70 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.99 Naturwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
44 Medizin > 44.21 Ernährung ,
44 Medizin > 44.70 Sportmedizin
AC Nummer
AC10789280
Utheses ID
24480
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
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