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Die Rolle des Nagoya Protokolls im Kontext des Phänomens Biopiraterie
eine Analyse des Zugangs zu genetischen Ressourcen und der ausgewogenen und gerechten Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile aus regulationstheoretischer Perspektive
Marlene Pühringer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Brocza
DOI
10.25365/thesis.27400
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29360.08962.541670-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Untersucht wurde das Nagoya Protokoll im Kontext des Phänomens Biopiraterie. Der Forschungsschwerpunkt lag auf der Wirksamkeit des Nagoya Protokolls als Nachfolger-Protokoll der Biodiversitätskonvention. Es wurde unter anderem gefragt, inwiefern das Nagoya Protokoll in der Lage ist, den angestrebten gerechten Vorteilsausgleich, der sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen ergibt, zu garantieren. Die Beantwortung der Forschungsfragen wurde durch regulationstheoretische Ansätze möglich, durch welche die ökonomische Inwertsetzung der genetischen Ressourcen durch Patente und andere Formen geistigen Eigentums als auch den gesellschaftlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen analysiert und historisch verortet werden konnte.
Die gesamte Forschungsarbeit fand unter Berücksichtigung der seit einigen Jahren schwindenden Biodiversität statt. Da indigene Völker maßgeblich zum Erhalt der Biodiversität beitragen und gleichzeitig am meisten vom Raub genetischer Ressourcen betroffen sind, wurde das Nagoya Protokoll besonders hinsichtlich der Berücksichtigung indigener Rechte untersucht.
Durch die qualitative Methode der Literaturanalyse in Kombination mit der Analyse des Nagoya Protokolls in der hermeneutischen Tradition, konnte nachgewiesen werden, dass die Verhandlungen über die ausgewogenen und gerechten Vorteile, die sich aus der Nutzung der genetischen Ressourcen ergeben, immer aus einer nationalstaatlichen Perspektive erfolgen. Darüber hinaus wird den souveränen Rechten der Staaten gegenüber den Rechten indigener Völker immer Vorrang eingeräumt. Nachdem das Nagoya Protokoll nach der 50. Ratifikation in Kraft tritt, es aber aktuell erst von 15 Staaten ratifiziert wurde, ist die Wirksamkeit des angestrebten ausgewogenen und gerechten Vorteilsausgleichs der sich aus der Nutzung genetischer Ressourcen ergebender Vorteile per se in Frage zu stellen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
biopiracy Nagoya protocol convention on biological diversity biodiversity genetical resources
Schlagwörter
(Deutsch)
Biopiraterie Nagoya Protokoll Biodiversitätskonvention Biodiversität genetische Ressourcen biologische Vielfalt
Autor*innen
Marlene Pühringer
Haupttitel (Deutsch)
Die Rolle des Nagoya Protokolls im Kontext des Phänomens Biopiraterie
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse des Zugangs zu genetischen Ressourcen und der ausgewogenen und gerechten Aufteilung der sich aus ihrer Nutzung ergebenden Vorteile aus regulationstheoretischer Perspektive
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
110, [18] S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Brocza
Klassifikationen
43 Umweltforschung > 43.02 Philosophie und Theorie der Umweltforschung und des Umweltschutzes ,
43 Umweltforschung > 43.31 Naturschutz ,
43 Umweltforschung > 43.33 Umweltfreundliche Nutzung natürlicher Ressourcen ,
43 Umweltforschung > 43.47 Globale Umweltprobleme ,
43 Umweltforschung > 43.70 Entwicklungsländer und Umwelt
AC Nummer
AC10789396
Utheses ID
24498
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
