Detailansicht
Die Musik in der Radiowerbung
von deren Anfängen (1920er) bis in die 1960er Jahre
Elke Grollitsch
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Franz Eder
DOI
10.25365/thesis.27402
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29994.74914.599665-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Verwendung von Musik in der Radiowerbung im Zeitraum zwischen den 1920ern und den späten 1960er Jahren. Möglichkeiten, Gestaltungsmittel und Funktionen der Musik werden dabei vor historischem und sozikulturellem Kontext untersucht. Ausgehend von den theoretischen Überlegungen, Musik diene als Verstärker und hauptsächlicher Übermittler emotionaler Informationen, erschaffe ein Produktimage und trage zu einem stärkeren Heimatbezug und somit einer Identitätsbildung der Konsument/innen bei, werden aus einem Quellenkorpus von 84 Werbespots fünf Beispiele eingehender untersucht. Dies geschieht mittels eines Verfahrens, das an die Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring angelehnt ist und damit eine musikwissenschaftliche Analyse samt historischer Kontextualisierung verknüpft.
Musik wurde schon seit Menschengedenken als Aufmerksamkeitserreger in diversen zwischenmenschlichen Handlungsabläufen eingesetzt. Eine Verwendung in der modernen Radio- und später auch Fernsehwerbung ist daher nicht verwunderlich. Werbung und Musik werden beide als Kommunikationsform betrachtet, wobei letztere dafür ein-gesetzt wird, die Aussagen der Werbung zu unterstützen. Hierfür stehen ihr differenzierte Verfahren zur Verfügung, die von den Werbenden in unterschiedlichster Weise, und doch häufig mit ähnlichen Ergebnissen, umgesetzt werden. In den meisten unter-suchten Werbungen wird die Musik nicht nur zur Aufmerksamkeitserregung eingesetzt, sondern auch, um die jeweils beschriebene Situation realer erscheinen zu lassen, oder zusätzliche Informationen zu transportieren. Dinge, über die man nicht sprechen kann, über die singt man, wie ein altes Sprichwort sagt. Da wir seit frühester Kindheit darauf hin trainiert werden, bestimmte Klänge mit gewissen kulturell definierten Assoziationen zu verknüpfen, macht auch die Werbung von dieser Tatsache Gebrauch. ‚Typische‘ Klänge für die Heimat werden beispielsweise in Zusammenhang mit einheimischen Produkten zur Abgrenzung von amerikanischen Waren genutzt. Solche musikalische Ausprägungen verbreiten sowohl gute Stimmung und dienen dem eigentlichen Ziel der Werbung, die Produkte und gegebenenfalls Dienstleistungen mit bestimmten Assoziationen zu behaften und der Kundschaft so schmackhaft zu machen, dass kein Weg am Erwerb des Produktes/der Dienstleistung vorbeiführt. Hier zeigt sich ein starker Einfluss der Musik auf die menschliche Psyche und erklärt den Erfolg von „musikalischer“ Werbung. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass bereits in den Anfängen der Radiowerbung die Möglichkeiten zur Beeinflussung der Konsument/innen durch die Musik wahrgenommen wurden. Im Verlauf der Jahre wurde ihr Einsatz weiter ausgebaut und ist bis heute in der Rundfunkwerbung hörbar.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Musik Radio Werbung Geschichte
Autor*innen
Elke Grollitsch
Haupttitel (Deutsch)
Die Musik in der Radiowerbung
Hauptuntertitel (Deutsch)
von deren Anfängen (1920er) bis in die 1960er Jahre
Paralleltitel (Englisch)
Music in radiocommercials ; from their beginnings (1920's) to the 1960's
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
177 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Eder
AC Nummer
AC10770980
Utheses ID
24500
Studienkennzahl
UA | 190 | 347 | 313 |
