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Die botanische und naturschutzfachliche Evaluierung des Wiener Vertragsnaturschutzprogramms "Lebensraum Acker"
Cornelia Heininger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Thomas Wrbka
DOI
10.25365/thesis.27408
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29405.05171.954869-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Jahr 2001 wurde das Wiener Vertragsnaturschutzprogramm „Lebensraum Acker“ von der Wiener Naturschutzabteilung ins Leben gerufen. Die Verwendung von Saatgutmischungen und die Anlage von Naturschutzbrachen sowie Wildkrautschutzäckern verfolgte das Ziel, den naturschutzfachlichen Wert der heute intensiv genutzten, ausgeräumten Agrarlandschaft anzuheben.
Ziel dieser Masterarbeit stellte die Evaluierung des Vertragsnaturschutzprogramms in den beiden Gemeinden Oberlaa und Unterlaa, im Süden Wiens, dar. Es sollte geklärt werden, in welcher Form und in welchem Ausmaß, Landwirte/Landwirtinnen am Stadtrand von Wien zum Naturschutz beitragen.
Eine selektive Biotopkartierung und anschließende Vegetationsaufnahmen, dienten als Basis für die Beurteilung des botanischen und naturschutzfachlichen Potentials des Untersuchungsgebietes. Insgesamt wurden 564 Biotope kartiert und auf 19 Vertragsnaturschutzflächen sowie 24 Referenzflächen, Vegetationsaufnahmen durchgeführt. Im Rahmen der Auswertung wurden die Vertragsnaturschutzflächen mit den Referenzflächen sowie den übrigen Ackerbegleitstrukturen, wie den restlichen Grünland- und Ackerbrachen, Rainen und Hecken, hinsichtlich naturschutzfachlich relevanter Kriterien verglichen.
Es konnte sowohl auf den Vertragsnaturschutzflächen als auch auf den Referenzflächen das Tanaceto-Arrhenatheretum, als die dominante Assoziation, festgestellt werden. Vertragsnaturschutzflächen zeigten jedoch aufgrund der eingebrachten Saatgutmischungen, wesentlich höhere Artenzahlen sowie das Vorkommen von Rote-Liste-Arten.
Was die Struktur- und wertbestimmenden Merkmale betrifft, konnten den Vertragsnaturschutzflächen eindeutig mehr Kriterien zugeordnet werden, als Rainen oder den übrigen Grünland- und Ackerbrachen. Hecken jedoch, erwiesen sich als die strukturreichsten Elemente mit hohem naturschutzfachlichem Potential.
Etwa 10% des Untersuchungsgebietes wird derzeit von Ackerbegleitstrukturen eingenommen. Diese stellen lebenswichtige Elemente für diverse Tier- und Pflanzenarten dar. Trotz zahlreicher Mängel innerhalb von Vertragsnaturschutzprogrammen scheint dies dennoch eine Erfolg versprechende Möglichkeit zu sein, um die Biodiversität innerhalb von Agrarlandschaften erhalten und erhöhen zu können.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Agrarumweltprogramme Ansaatmischungen selektive Biotopkartierung Pflanzengesellschaften Süden Wiens
Autor*innen
Cornelia Heininger
Haupttitel (Deutsch)
Die botanische und naturschutzfachliche Evaluierung des Wiener Vertragsnaturschutzprogramms "Lebensraum Acker"
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
173 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Wrbka
Klassifikationen
42 Biologie > 42.44 Pflanzengeographie, Pflanzenökologie, Pflanzensoziologie ,
42 Biologie > 42.97 Ökologie: Sonstiges
AC Nummer
AC10787388
Utheses ID
24505
Studienkennzahl
UA | 066 | 879 | |
