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Tobias Portschy - ein Leben für die völkisch-deutschnationale Idee
Sozialisation und Reintegration eines ewig Gestrigen
Marcus Wagner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
DOI
10.25365/thesis.27418
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29402.73304.860359-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
verurteilten Kriegsverbrecher, ehemaligem NS-Landeshauptmann und Gauwahlleiter des Burgenlandes und Stellvertretender Gauleiter des Gaues Steiermark.
Die Phase seiner Sozialisation, seiner Reintegration und seine Rolle als ideologischer Wegbereiter zur Endlösung der Zigeunerfrage bilden den Rahmen dieser Arbeit.
Das Leben Portschys nach 1945 wird dabei ausführlich aufbereitet. Es wird aufgezeigt, wie die öffentliche Figur Tobias Portschy in den Jahren nach Kriegsende alsbald begnadigt wird, ermöglicht durch den geschickten Einsatz seines großen Netzwerkes. Die Reintegration verlief dank seiner Kontakte, vor allem zu Politikern, atemberaubend schnell, obwohl er seine Ideologie, dem Völkisch-Deutschnationalen nie abschwor. Bis zu seinem Tod war Portschy überzeugter Anhänger der nationalsozialistischen Ideologie und bagatellisierte ihre Verbrechen. Tobias Portschy wurde nie aufgrund von Verbrechen gegen Juden und Zigeuner als Kriegsverbrecher verurteilt, sondern lediglich aufgrund seines Ranges in der NSDAP.
Die Öffentlichkeit sah Portschy weniger als Kriegsverbrecher, sondern vielmehr als einen ehrenwerten und angesehenen Geschäftsmann, der viele öffentliche Funktionen bekleidete. Erst als er in der 1992 im ORF ausgestrahlten Dokumentation „Schuld und Gedächtnis“ seine rassistische Weltanschauung durchklingen ließ und die Verbrechen an den Zigeunern und Juden als angemessen darstellte, wurde gegen ihn Anzeige wegen Wiederbetätigung erstattet. Mit seinem Ableben im Jahre 1996 entzog er sich jedoch jeglicher Verantwortung.
Abstract
(Englisch)
The underlying work is dedicated to the person Tobias Portschy, a war criminal and former Nazi governor of the Burgenland and deputy governor of Styria.
His socialization, his reintegration and his NS-ideology brought forward the final solution of the Gypsy in Burgenland. Especially his life after 1945 is dealt with in detail. Although he never refrained from the NS-ideology he was never condemned for his crimes but only for his positing within the NSDAP.
Due to very good relationships with politicians his time in jail was quite short. His excellent network helped him to socially reintegrate fast and become again an honored and respected person within the Austrian society.
During the documentation "Guilt and Memory”, broadcasted in 1992 by the Austrian Broadcasting Cooperation, Tobias Portschy officially negated the crimes committed against Jews and Gypsy. This led to a denunciation of the documentation centre of the Austrian resistance. However with his death in 1996 he again withdrew from any responsibility.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Austria Nazism Tobias Portschy integration socialization
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreich Nationalsozialismus Tobias Portschy Reintegration Sozialisation
Autor*innen
Marcus Wagner
Haupttitel (Deutsch)
Tobias Portschy - ein Leben für die völkisch-deutschnationale Idee
Hauptuntertitel (Deutsch)
Sozialisation und Reintegration eines ewig Gestrigen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
117 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikation
15 Geschichte > 15.06 Politische Geschichte
AC Nummer
AC10792063
Utheses ID
24513
Studienkennzahl
UA | 312 | | |
