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Mütterliche Mentalisierungsfähigkeit in ihrer Auswirkung auf die Beziehungsgestaltung und kindliche Empathieentwicklung
Jasmin Mandler
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27502
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29957.83140.271165-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Vorliegende Arbeit beleuchtet die Auswirkungen mütterlicher Mentalisierungsfähigkeit auf die Mutter-Kind-Bindungsqualität sowie die kindliche Empathieentwicklung im zweiten Lebensjahr. Es wurden 108 Mutter-Kind-Dyaden zu Hause besucht, wobei die mütterliche Mentalisierungsfähigkeit mittels Parent Development Interview (Aber et al., 1985; Slade et al., 2004) erhoben wurde, welches die mütterliche Mentalisierungsfähigkeit zur sich entwickelnden Beziehung mit dem Kind, der eigenen Elternschaft, den Bindungserfahrungen mit den eigenen Eltern sowie kindlichen Belastungen erfasst. Zusätzlich wurde die Bindungsqualität mittels AQS-G (Ahnert et al., 2012) erhoben und die kindliche Empathiefähigkeit, anhand der Reaktion des Kindes auf simulierte Schmerzen der Mutter eingeschätzt. Die mütterliche Mentalisierungsfähigkeit stand in einem positiven Zusammenhang mit der Mutter-Kind-Bindung und Teilaspekten dieser. Kinder mentalisierender Mütter waren signifikant häufiger sicher gebunden und die Bindungsbeziehung zu ihren Müttern war charakterisiert durch eine offene, mentale Kommunikation, dem Wunsch des Kindes nach Explorationsunterstützung durch die Mutter, sowie einer ausgewogenen Balance aus sicherheitssuchenden und umgebungserkundenden kindlichen Verhaltensweisen. Dabei könnte die mütterliche Reflexionsfähigkeit zur eigenen Mutterschaft von Bedeutung sein. Es konnten keine Zusammenhänge der mütterlichen Mentalisierungsfähigkeit mit der kindlichen Empathiefähigkeit und prosozialem Verhalten gefunden werden. Es wird vermutet, dass sich diese Zusammenhänge noch nicht im 2. Lebensjahr finden lassen und/oder andere Wirkmechanismen von größerer Bedeutung für die kindliche Empathieentwicklung in diesem Altersbereich sein könnten. Ein moderierender Effekt der Mutter-Kind-Bindung im Zusammenhang mütterlicher Mentalisierungsfähigkeit und kindlicher Empathie konnte nicht festgestellt werden. Die Bindungsbeziehung stand jedoch in einem positiven Zusammenhang mit der kindlichen Empathie. Jedoch zeigte sich dieser nicht bei einzelnen Bindungskomponenten, sodass vermutet wird, dass lediglich das Zusammenspiel aller Bindungskomponenten einen positiven Einfluss auf die kindliche Empathiefähigkeit und prosoziales Verhalten hat. Es konnte darüber hinaus noch festgestellt werden, dass die mütterliche Mentalisierungsleistung und die kindliche Empathiefähigkeit mit dem Alter des Kindes zunahm. Vorliegende Arbeit konnte das Bild der mütterlichen Mentalisierungsleistung vor allem in ihrer Auswirkung auf die Mutter-Kind-Bindung differenzieren, indem der Einfluss auf bestimmte Bindungskomponenten betrachtet wurde.
Abstract
(Englisch)
The aim of this study was to examine the relation between the mother’s ability to reflect on her child’s internal mental experience and attachment quality as well as the child’s empathy development and helping behavior in the second year of life. For this purpose, 108 mother-child dyads were visited at home. The mother’s reflective functioning was assessed by using the Parent Development Interview (PDI; Aber et al., 1985; Slade et al., 2004), which allows drawing conclusions about the mother’s reflective capacities concerning the ongoing relationship with her child, her experiences as a mother, as well as her experiences with her own parents while growing up. Attachment security was assessed by using the AQS-G (Ahnert et al., 2012) after observations of mother-child-interactions. Empathy-related responding to the distress of another person was measured on the basis of the child’s empathic reaction and the extent of helping behavior towards the mother’s simulated distress. Results indicate maternal reflective functioning as a predictor of attachment security. Children of highly reflective mothers were more securely attached than children of mothers with a low reflective ability. The attachment relationship proved to be characterized by a balance of the child’s security-seeking and exploration behavior, affective and open interpersonal communication as well as the child’s requirement for the mother’s support during exploration. Maternal reflective capacities towards her parental experiences seem to make a contribution to this relation. No links were found between maternal reflective functioning and emphatic related responding and helping behavior. It is suspected that this relation cannot yet be found during the second year of life or that other mechanisms make a greater contribution. Findings show that attachment security plays no moderating role in the link between maternal reflective functioning and the infant’s empathy development. Nevertheless, attachment security was found to be positively correlated to infant empathic understanding. Different aspects of the attachment relationship could not provide additional findings regarding the infant’s empathy development. This leads to the assumption that only the interplay of all aspects of an attachment relationship can make a significant contribution to infant empathic capacities and helping behavior. An effect of the infant’s age was found for maternal reflective functioning and empathy related responding. The present study allows a closer look at the beneficial effects that maternal reflective functioning has on attachment security, especially on different aspects of the attachment relationship.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
reflective functioning mentalization attachment, empathy child development in the second year of life
Schlagwörter
(Deutsch)
Mütterliche Mentalisierung Mutter-Kind-Bindung Empathie 2. Lebensjahr
Autor*innen
Jasmin Mandler
Haupttitel (Deutsch)
Mütterliche Mentalisierungsfähigkeit in ihrer Auswirkung auf die Beziehungsgestaltung und kindliche Empathieentwicklung
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
144 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikation
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC10803002
Utheses ID
24586
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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