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Wie erfolgreich altern Österreichs Unternehmen?
die demographische Alterung und ihre Herausforderungen für Politik und Wirtschaft
Jakob Eder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Betreuer*in
Karl Husa
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27584
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30061.33017.300361-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wie viele andere westliche Staaten ist auch Österreich von der demographischen Alterung der Bevölkerung betroffen. Die Lebenserwartung steigt und die Geburtenraten liegen seit längerem unter dem Ersetzungsniveau. Hierzulande sorgt allerdings eine relativ hohe Zuwanderung da-für, dass die Bevölkerungszahl bis 2050 steigen und die Zahl der Erwerbspersonen nur geringfügig – wenn überhaupt – zurückgehen wird. Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften wird sich zwischen Ballungszentren und Peripherie allerdings sehr unterschiedlich entwickeln. Die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter wird jedoch immer älter. Auch werden höhere Erwerbsquoten von Personen über 50 Jahren notwendig sein, um die staatlichen Sicherungssysteme im aktuellen Umfang aufrechterhalten zu können. So hat auch die Politik seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend den Zugang zum Pensionssystem erschwert und Förderinstrumente zur Beschäftigung älterer Arbeitnehmer geschaffen. Damit ändern sich auch die Rahmenbedingungen für Österreichs Unternehmen, bei denen es sich hauptsächlich um Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) handelt. Diese müssen zunehmend ältere Personen beschäftigen, um ihre Güter und Dienstleistungen produzieren zu können, vor allem in technischen Branchen, in denen der Fachkräftemangel der-zeit schon ein Problem ist. Somit muss sich auch das Personalmanagement an diese Entwicklung anpassen. Hier wurden in den letzten Jahren erste Planungsinstrumente entwickelt, wie etwa die Altersstrukturanalyse oder der Arbeitsbewältigungsindex. Weitere Erkenntnisse aus der Wissenschaft zeigen, dass viele negative Merkmale, die älteren Arbeitnehmern zugeschrieben werden, empirisch nicht haltbar sind. Neue Führungsstile, neue Formen der Unternehmenskultur, sowie Initiativen und Förderungen gezielt für ältere Mitarbeiter werden notwendig sein, um in Zukunft Personalengpässe zu vermeiden und bei häufigeren Pensionsantritten nicht zu viel personenbezogenes Wissen zu verlieren. Wie die Befragung von 142 Unternehmen gezeigt hat, beschäftigen sich in Österreich eher Großunternehmen aktiv mit der Thematik. Sie verwenden Planungsinstrumente und bieten bereits entsprechende Maßnahmen für ihre älteren Arbeitnehmer an. Für den Großteil der Unternehmen – vor allem für KMUs – ist die demographische Entwicklung allerdings noch kein Thema. Die Mehrheit glaubt auch nicht, dass die Alterung der Erwerbspersonen mittelfristig für sie ein Problem werden wird. Dennoch haben bereits heute viele Betriebe Probleme, entsprechend qualifizierte Fachkräfte und Lehrlinge zu finden und viele gehen davon aus, dass ihre Belegschaft in den nächsten Jahren zunehmend altern wird. Eine aktive Auseinandersetzung mit dem Phänomen der demographischen Alterung wird auch für Österreichs Betriebe also immer wichtiger werden.
Abstract
(Englisch)
Like many other western countries Austria is affected by demographic ageing of its population. The life expectancy is increasing and birth rates have been below replacement level for quite a while now. However, in Austria a relatively high number of immigrants will cause a growing population until 2050 and furthermore, the working population will decline only insignificant, if at all. Nevertheless, workers will be unevenly distributed in the next decades between agglomerations and periphery. The working population will age continuously and in addition, higher participation rates in the labor market by people older than 50 years will be necessary, to be able to maintain Austria’s welfare system at its current state. Hence, since the mid-1990s access to the pension system was made more difficult and subsidies for the employment of older people were established. There-fore, the general conditions for Austria’s firms are changing as well, which are mostly small and medium-sized businesses. They will increasingly have to employ older people, to be able to produce their goods and services, especially in technical fields, in which the lack of qualified personnel is a problem today already. Consequently personnel management has to adapt to this developments as well. Recently, new tools were developed like the age structure analysis or the work ability index. Further scientific findings suggest also that most of the common negative criteria attached to old people are not defensible in empirical terms. New forms of leadership and business culture, as well as initiatives and concepts to support older workers will be necessary to avoid staff shortages in the future. In addition, they are also helpful to minimize the loss of personal knowledge when many employees reach retirement age at the same time. As the survey among 142 Austrian businesses has shown, mainly major companies are dealing actively with the topic already and consider it in their personnel management. They use the mentioned tools and offer special concepts for their older staff. However, for the majority – especially for small and medium-sized businesses – the demographic development is no topic of special interest yet. A large part also does not think that the ageing of the work force will be an issue for them during the next years. However, many firms claim already today, that they are having troubles finding qualified apprentices and specialists. Furthermore, lots of businesses expect their staff to age over the next years. As consequence, a proactive consideration of the demographic aging of the working population will be of increasing importance for Austria’s firms as well.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Austria Demographic Ageing Small and Medium-Sized Businesses Big Businesses Personnel Management Pensions Age Structure Analysis Work Ability Index
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreich Demographische Alterung Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) Großunternehmen Personalmanagement Pensionen Altersstrukturanalyse Arbeitsbewältigungsindex
Autor*innen
Jakob Eder
Haupttitel (Deutsch)
Wie erfolgreich altern Österreichs Unternehmen?
Hauptuntertitel (Deutsch)
die demographische Alterung und ihre Herausforderungen für Politik und Wirtschaft
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
IX, 121 S. : graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl Husa
Klassifikationen
74 Geographie > 74.80 Demographie ,
74 Geographie > 74.95 Bevölkerungspolitik
AC Nummer
AC10796240
Utheses ID
24651
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
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