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Sicherheit, Erinnerungsvermögen und Identifizierungsleistung von Augenzeugen
eine experimentielle Studie
Raffaela Witting
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ulrich Ansorge
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.27930
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29929.83764.347370-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Richtigkeit einer Identifizierungsentscheidung und der Richtigkeit sowie dem Umfang einer Beschreibung untersucht. Weiters wurde versucht herauszufinden, in welcher Beziehung die Entscheidungsrichtigkeit zu solchen Urteilen steht, bei denen ZeugInnen angeben, sich tatsächlich an das wahrgenommene Ereignis zu erinnern (remember). Die Literatur zu diesem Thema bietet unterschiedliche Ergebnisse. Studien zeigen einerseits, dass Know-Urteile, bei denen ZeugInnen angeben die Antwort einfach zu wissen ohne sich explizit an die beobachtete Situation erinnern zu können, mit größerer Wahrscheinlichkeit richtig sind als Remember-Urteile (Sauerland & Sporer, 2009). Andererseits gibt es ebenso Belege dafür, dass Remember-Urteile eher mit einer richtigen Identifizierungsleistung einhergehen, als Know-Urteile (Palmer et al., 2010). Insgesamt nahmen 192 Personen an der Untersuchung teil. Das Experiment begann damit, dass alle Versuchspersonen eine von vier Filmversionen, in denen jeweils die Dauer der Nahaufnahme der Täterin und die Dauer der Handlung variiert wurden, über einen Diebstahl sahen. Anschließend mussten die Versuchspersonen jeweils eine freie Beschreibung über die im Film vorkommenden Personen, des Tathergangs und des Tatortes abgeben und danach wiederum spezifische Fragen darüber beantworten. Der zweite Teil des Experiments war eine Fülleraufgabe, die in keinem Zusammenhang mit dem gezeigten Film stand. Der dritte Teil bestand in der Erklärung der RKF-Urteile und der anschließenden Überprüfung des Verständnisses. Der vierte Teil beinhaltete die Identifizierungsaufgabe, diese bestand aus jeweils fünf Vergleichsfotos und dem Foto der Täterin (Lichtbildvorlage mit Zielperson) oder es wurde anstelle der Täterin eine Ersatzperson eingesetzt (Lichtbildvorlage ohne Zielperson). Korrelationsberechnungen zwischen der Anzahl der Beschreibungsmerkmale bezüglich Handlung und Umgebung und der Richtigkeit von Identifizierungs-entscheidungen ergaben signifikante Ergebnisse. Die Personenbeschreibung betreffend konnte dieses Resultat nicht bestätigt werden. Hinsichtlich der Richtigkeit von Beschreibungsmerkmalen und der Richtigkeit von Identifizierungsentscheidungen fanden sich keine signifikanten Ergebnisse. Es konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass richtige Entscheidungen schneller und mit höherer subjektiver Sicherheit getroffen werden. Ebenso konnte nicht gezeigt werden, dass richtige Entscheidungen mit Remember-Urteilen einhergehen, und dadurch mehr Beschreibungsdetails erinnert werden.
Abstract
(Englisch)
The relevance of this study was to examine the correlation of accuracy of an identification decision and the accuracy or amount of description. Furthermore it was of interest if the accuracy of an identification decision correlates with Remember-judgments, where witnesses state that they can remember the perceived event. Literature offers inconsistent results. Studies show that on one side Know-judgments, where witnesses state that they just know the answer without remembering the situation, are more likely to be correct than Remember-judgments (Sauerland & Sporer, 2009), on the other hand there is also evidence that Remember-judgments are associated with correct identification decisions rather than Know-judgments (Palmer et al., 2010). One hundred and ninety two persons participated in this study . At first all participants saw one out of four different film-versions about a theft., in which the length of the close-up of the perpetrator and the setting action were varied. Following this, the participants had to make a free description about the persons they were watching, the event and the setting, and as well answer specific questions. The second part of the experiment was a filler-task which was unrelated to the shown film. The third task consisted the explanation of the RKF-judgments and the following examination if the difference between these three states of consciousness was clear. The fourth task included the identification-task. This task consisted either of five distractors in a target-present lineup and the picture of the perpetrator or five distractors in a target-absent lineup and the picture of the replacement instead of the perpetrator. Correlations between the amount of descriptions of the event and scene and the accuracy of identification decisions showed significant results. Regarding person description these results could not be validated. Concerning the accuracy of descriptions and the accuracy of identification decisions there were no significant findings. It could not be determined clearly that correct decisions are taken faster and with more confidence. Similarly, it could not be shown that correct identification decisions are associated with Remember-judgements and therefore more description details are remembered.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Personenbeschreibung Identifizierung Zeugenaussage Augenzeugen Subjektive Sicherheit Remember-Know-Paradigma
Autor*innen
Raffaela Witting
Haupttitel (Deutsch)
Sicherheit, Erinnerungsvermögen und Identifizierungsleistung von Augenzeugen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine experimentielle Studie
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
105, LXXX S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Ansorge
Klassifikation
77 Psychologie > 77.69 Sozialpsychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC10857119
Utheses ID
24957
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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