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U.S. drone strikes in consideration of the just war theory - the cases of Pakistan, Yemen and Somalia
Patrick Pasquet
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Heinz Gärtner
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.28043
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29749.86481.840659-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Kampf gegen islamische Terroristen und Aufständische setzen das amerikanische Militär und Geheimdienste zunehmend auf unbemannte Luftfahrzeuge, auch Drohnen genannt. Ein gravierender Vorteil ist, dass Drohnen Dijhadisten in abgelegenen Geländen wie z.B. auf Bergen und in Wüsten erreichen können, die sonst weder für amerikanische Streitkräfte noch für das einheimische Militär zugänglich wären. Weiters bieten Drohnen für die U.S. Streitkräfte die Möglichkeit, Extremisten zu verfolgen, welche in Gebiete fliehen, in denen sie Zuflucht finden würden, z.B. in Teilen von Pakistan, Jemen und Somalia. Drohnenangriffe sind im Wesentlichen gezielte Tötungen und werden vom U.S. Militär und Geheimdienst nicht nur als moralisch gerechtfertigt bezeichnet, sondern auch als absolut notwendig im Kampf gegen islamische Extremisten. Zunächst wurde nur die Führung islamischer Aufständischen und islamistischer Terroristen ins Visier genommen, jedoch wurden innerhalb der letzten Jahre auch Bodentruppen der Islamisten angegriffen; z.B. bei Drohnenangriffe bei denen die Auswahl der Ziele auf dem verdächtigen Verhalten von möglichen Extremisten basiert, sogenannten „signature strikes“. U.S. amerikanische Behörden preisen die Wirksamkeit der Drohnen und sind der Ansicht, dass Drohnen die Zahl der islamischen Kämpfer drastisch reduziert haben, gleichzeitig aber beachtlich wenig Kollateralschaden verursacht haben. Allerdings wird der Einsatz von Drohnen auch heftig kritisiert. Besonders im Blickpunkt steht die Zahl der getöteten Zivilisten bei Drohnenangriffen. Des Weiteren wird diskutiert, ob die U.S. Streitkräfte die Autorität besitzen, Einsätze in souveränen Ländern durchzuführen, ob Drohnen dazu beitragen, einen durchhaltigen Frieden zu erreichen und ob Drohnenangriffe an sich als moralischen Legitim angesehen werden können. Bei dem Versuch die moralische Legitimität bewaffneter Konflikte zu beurteilen ist die „gerechter Krieg“ Theorie unumgänglich in der abendländischen Philosophie. Diese Theorie beinhaltet bestimmte Anforderungen, die erfüllt werden müssen, wenn der Konflikt als moralisch gerechtfertigt betrachtet werden soll. Diese Kriterien sind: „gerechter Grund“, „rechtmäßige Entscheidungsinstanz“, „aufrichtige Absicht“, „vernünftige Aussichten auf Erfolg“ „Verhältnismäßigkeit“, „Diskriminierungsgebot“ und „letztes Mittel“. In meiner Masterarbeit habe ich die Kriterien der „gerechten Krieg“ Theorie auf die Drohnenangriffe der U.S. amerikanischen Streitkräfte in Pakistan, Jemen und Somalia angewendet um feststellen zu können, ob die Drohnenangriffe als moralisch legitim zu beurteilen sind. Die „gerechter Krieg“ Theorie hat das Völkerrecht nicht nur maßgeblich beeinflusst, sondern es sind auch zahlreiche Überschneidungen vorhanden. Diese Masterarbeit beschäftigt sich jedoch ausschließlich mit den theoretischen Aspekten. Neben der Anwendung der Kriterien der „gerechten Krieg“ Theorie und einer Literaturanalyse führte ich fünf Interviews mit Experten aus den politikwissenschaftlichen Teilgebieten internationale Beziehungen und Sicherheitspolitik.
Abstract
(Englisch)
Unmanned Ariel Vehicles, or drones, have become a critical tool for the United States military and the Central Intelligence Agency in the fight against Islamic terrorists and insurgents. The drones are capable of reaching jihadists in remote mountains and deserts which are inaccessible to American and local forces. Furthermore, the drones enable the U.S. to pursue militants in countries or regions where the extremists could otherwise find refuge, specifically in areas of Pakistan, Yemen and Somalia. Drone attacks, in essence targeted assassinations, have been deemed not only morally legitimate by U.S. authorities, but also as absolutely necessary in the fight against Islamic extremists. Drone attacks were at first limited to the leadership of Islamic insurgent groups and high-value terrorists. However, the program has expanded to include low-level militants as well as the addition of so-called “signature strikes”, in which patterns of suspicious activity by a group of men results in them being targeted. U.S. authorities praise the drones’ extreme effectiveness and credit the strikes with drastically reducing the numbers of extremist combatants, while at the same time resulting in very little collateral damage. However, the use of these drones has drawn much criticism, particularly regarding the issues of civilian casualties, authority to carry out the attacks, the overall effectiveness of the drones on the conflict as a whole and the morality of these attacks in general. When attempting to determine the moral legitimacy of military action, the primary paradigm in Western thought has been the Just War theory. This theory establishes criteria by which one can judge a conflict and determine if the use of force can be considered moral. The criteria include: Just Cause, Right Authority, Right Intention, Reasonable Prospect of Success, Proportion, Discrimination and Last Resort. In my thesis, I have applied the criteria of the Just War theory to the U.S. drone strikes in Pakistan, Yemen and Somalia, with the goal of determining whether or not the UAV strikes can be classified as legitimate according to the theory. While the Just War theory has been definitively influential on international law and numerous overlaps exist, my thesis is exclusively concerned with the theoretical aspects. In addition to the application of the criteria of the Just War theory and a literature analysis, I conducted five interviews with experts in the Political Science subfields of International Relations and Security Politics.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
U.S. drone attacks Just War theory UAVs Pakistan Yemen Somalia
Schlagwörter
(Deutsch)
U.S. amerikanische Drohnenangriffe "gerechter Krieg" Theorie Pakistan Jemen Somalia
Autor*innen
Patrick Pasquet
Haupttitel (Englisch)
U.S. drone strikes in consideration of the just war theory - the cases of Pakistan, Yemen and Somalia
Paralleltitel (Deutsch)
U.S. amerikanische Drohnenangriffe unter Berücksichtigung der "gerechten Krieg" Theorie - Die Fälle Pakistan, Jemen und Somalia
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
139 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Heinz Gärtner
Klassifikation
89 Politologie > 89.79 Internationale Konflikte: Sonstiges
AC Nummer
AC10879762
Utheses ID
25059
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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