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Merkmale einer lernförderlichen Schul- und Unterrichtsgestaltung aus Sicht der SchülerInnen
eine qualitative Studie mit SchülerInnen der Sekundarstufe
Ursula Würzl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
DOI
10.25365/thesis.28060
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30071.96897.767866-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Förderung von Lebenslangem Lernen (LLL) wurde europaweit als zentrales Ziel in der Bildungspolitik formuliert. Den Schulen kommt dabei eine entscheidende Rolle zu, um den Grundstein für den Aufbau der für LLL erforderlichen Kompetenzen zu legen. Bezüglich dieser Kompetenzen bestehen aber Defizite bei den SchülerInnen, woraus der dringende Bedarf erkennbar wird, schulische Lernumgebungen zu optimieren. Durch eine Befragung der Schüler-Innen als AdressatInnen von Unterricht bzw. Schule soll der Fokus auf jene Aspekte gerichtet werden, die sie selbst als essenziell für die Gestaltung effektiver Lernumgebungen erachten.
Es wurden 940 SchülerInnen der Sekundarstufe zweier Wiener Gymnasien offen über ihre Vorstellungen zu lernförderlicher Schule und lernförderlichem Unterricht befragt. Die resultierenden Antworten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die SchülerInnen einen stärker schülerInnen-orientierten Unterricht möchten, der ihnen Mitgestaltungsmöglichkeiten eröffnet und zudem viel Raum für soziale Interaktionen (z.B. in Form von Gruppenarbeiten oder Diskussionen) bietet. Auch abseits der unmittelbaren Unterrichtszeiten sollen Kontakte zu den MitschülerInnen gepflegt werden können, was die Zurverfügung-stellung entsprechender Infrastrukturen erfordert. Als weiteres entscheidendes Kriterium für effektive Lernumgebungen werden die Lehrkräfte genannt. Die SchülerInnen wünschen sich LehrerInnen, die einfühlsam und hilfsbereit agieren und vielseitige Kompetenzen aufweisen, beispielsweise den Lernstoff verständlich vermitteln zu können.
Während die SchülerInnen-Antworten auf keine gravierenden Unterschiede zwischen Mädchen und Buben schließen lassen, haben SchülerInnen verschiedenen Alters in einigen Bereichen unterschiedliche Vorstellungen von lernförderlicher Schul- und Unterrichtsgestaltung. Das Bedürfnis nach Selbst-bestimmtheit und positiven sozialen Kontakten nimmt mit dem Alter zu. Auch die Schaffung ansprechender äußerer Rahmenbedingungen wie saubere Räumlich-keiten und funktionsfähiges Equipment spielen für die älteren SchülerInnen eine wichtige Rolle. Für die jüngeren SchülerInnen ist es hingegen von größerer Bedeutung, dass Schule als Spaß bringend erlebt wird, Unterrichtsinhalte anschaulich präsentiert werden und auf eine spielerische Art und Weise erlernt werden können. Aus ihren Antworten geht hervor, dass sie ein geringeres Bedürfnis nach Selbstbestimmung empfinden und eine gewisse Vorgabe an Struktur und Orientierung von außen bevorzugen.
Die Ergebnisse unterstreichen den grundlegenden Bedarf, die Gestaltung von Lernumgebungen an den differenziellen Bedürfnissen der Lernenden auszurichten und entwicklungsbedingten Unterschieden durch eine flexible Anpassung der Strukturen zu begegnen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Lebenslanges Lernen Unterrichtsqualität Schulqualität SchülerInnen-Befragung
Autor*innen
Ursula Würzl
Haupttitel (Deutsch)
Merkmale einer lernförderlichen Schul- und Unterrichtsgestaltung aus Sicht der SchülerInnen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative Studie mit SchülerInnen der Sekundarstufe
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
158 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.45 Motivationspsychologie ,
77 Psychologie > 77.93 Angewandte Psychologie
AC Nummer
AC10855454
Utheses ID
25074
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
