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Die olfaktorische Wahrnehmungsfähigkeit von blinden, sehbehinderten und sehenden Personen im Vergleich
Julia Eberhard
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Dorota Majchrzak
DOI
10.25365/thesis.28216
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29970.63245.109663-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der Literatur gibt es unterschiedliche Annahmen und Studienergebnisse, ob bei Verlust von einem Sinn, die anderen Sinne sensibler und stärker ausgeprägt sind. Der Zweck der vorliegenden Masterarbeit war es, festzustellen, ob die olfaktorische Wahrnehmungsfähigkeit bei Blinden und Sehbehinderten besser ist, als bei sehenden Personen. Dafür wurden 99 (52 Frauen, 47 Männer) blinde und sehbehinderte Probanden zwischen 7 und 89 Jahren untersucht.
Als Kontrollgruppe dienten 100 (45 Frauen, 55 Männer) sehende Probanden im Alter von 8- 82 Jahren.
Bei allen Probanden wurde die Geruchswahrnehmungsfähigkeit anhand eines Geruchsidentifikations- und Geruchsdiskriminationstests mit zwei „Sniffin´ Stick“-Sets der Firma Burghart durchgeführt. Zusätzlich füllten alle Probanden zu Beginn der Untersuchung einen Fragebogen aus, mit dem, Daten zur Person, wie Alter oder Geschlecht, sowie zum Gesundheitszustand der Probanden, wie Krankheiten, Einnahme von Medikamenten, ermittelt wurden.
Beim Geruchsidentifikationstest ließen sich nur bei den „Sniffin´ Sticks“ mit einem Zimt-, Bananen-, Lakritz-, Terpentin- und Kaffeearoma signifikante Unterschiede zwischen den Probandengruppen feststellen. Bei allen anderen Riechstiften gab es keinen Unterschied. Sehenden Probanden schnitten fast immer besser ab als blinde und sehbehinderte Probanden.
Beim Geruchsdiskriminationstest konnten sehende Probanden die Gerüche der Stiftetripletts besser unterscheiden. Der Unterschied war aber nur beim Vergleich der Nichtraucher signifikant (p= 0,046) besser.
Schlussfolgernd lässt sich zusammenfassen, dass durch den Verlust des Sehens der Geruchssinn nicht stärker ausgeprägt war.
Abstract
(Englisch)
According to the results of a few studies, there are different assumptions about how the loss of one sense may influence other senses, or even may sensitize and sharpen the latter.
The aim of the present study was to find out whether blind and visually impaired people have a stronger sense of smell compared to people without any impairment of their sense of sight. Therefore 99 (52 women, 47 men) blind and visually impaired people aged 7 to 89 years were examined.
The relevant control group was composed of 100 sighted subjects in all, thereof 45 female and 55 male between 8 and 82 years.
The ability of odor perception of all participants was tested by using odor-identification- and odor-discrimination-test, carried out on “Sniffin´ Stick”- Sets of the Burghart Company. These “Sniffin´ Sticks”, were made available by institute of nutrition.
Additionally the subjects were asked to fill out a questionnaire, to make personal data like age or gender, and the health status of the subjects like diseases and medication available.
The odor-identification-test showed significantly relevant differences between the two subject groups when using “Sniffin´ Sticks” with the following flavours cinnamon-, banana-, licorice-, turpentine- and coffee aroma. Regarding the remaining “Sniffin´ Sticks”, no differences occurred. Comparing the results of blind and visually impaired subjects to normal sighted subjects, the latter performed far better, apart from one exception.
The results of the odor-discrimination- test showed that normal sighted subjects were able to distinguish the odors of “Sniffin´ Stick” triplets better. This difference, though, was only significantly better (p= 0,046) when comparing non smoker subjects of the two study groups with each other.
Generally it can be summarized, that the sense of smell does not improve when sight is lost.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Blinde, sehbehinderte und sehende Personen Geruchsidentifikationstest und Geruchsdiskriminationstest
Autor*innen
Julia Eberhard
Haupttitel (Deutsch)
Die olfaktorische Wahrnehmungsfähigkeit von blinden, sehbehinderten und sehenden Personen im Vergleich
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
XII, 144 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dorota Majchrzak
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten
AC Nummer
AC10897660
Utheses ID
25207
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
