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Berufsinteressen und Geschlechtsrollenidentität
eine vergleichende Untersuchung anhand Studierender musikalischer und technischer Fachrichtungen
Astrid Dirnbeck
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Georg Gittler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.28245
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30208.25775.895166-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Studierende technischer und musikalischer Fachrichtungen wurden hinsichtlich ihrer Interessen und Geschlechtsrollenidentitäten untersucht. Im Speziellen sollten Gruppenunterschiede in bestimmten Interessenbereichen, Unterschiede in den Haupt- und Subdimensionen der Interessen, sowie Zusammenhänge zwischen Interessen und Androgynie herausgearbeitet werden. Die Erhebung der Daten erfolgte an österreichischen Universitäten und Konservatorien, wobei die Auswahl der Teilnehmer an festgelegte Kriterien gebunden war. Vordergründig sollten die Teilnehmer ein aktives Studium einer technischen oder musikalischen Studienrichtung betreiben. Die Testbatterie setzte sich aus einem Interessenfragebogen und einem Selbsteinschätzungsfragebogen zusammen und wurde computerisiert vorgegeben. Der Interessenfragebogen Studien-Navi (Gittler, 2012) beinhaltet 120 interessenspezifische Aussagen, die, mit einer weiteren Unterscheidung in je 2 Subdimensionen, den Kategorien Realistic, Investigative, Artistic, Social, Enterprising und Conventional, zugeordnet werden können. Der Selbsteinschätzungsfragebogen Andro (Gittler, 2012) erfragt maskuline, feminine und für beide Geschlechter sozial erwünschte Eigenschaften und liefert Aufschluss über die Geschlechtsrollenidentität einer Person. Die Stichprobe setzte sich aus insgesamt 160 Personen zusammen, wobei 81 Personen ein technisches und 79 Personen ein musikalisches Studium ausführten. 55,6 Prozent der Teilnehmer waren männlich, 44,4 Prozent waren weiblich. Das Durchschnittsalter der Stichprobe betrug 23,78 Jahre. Wie erwartet konnten zwischen den Gruppen der Musiker und Techniker Interessenunterschiede in mehreren Bereichen gefunden werden. So zeigten sich Techniker vermehrt interessiert an technischen und unternehmerischen Inhalten und Tätigkeiten. Ebenso im Bereich des konventionellen Interesses wurde für die technische Gruppe signifikant höheres Interesse festgestellt, allerdings nicht auf allen Subdimensionen. Der Unterschied hierbei ist zurückzuführen auf ein vergleichsweise höheres Interesse an verwaltend-ordnenden Tätigkeiten. Für Lehramtstudenten und Instrumental- und Gesangspädagogen ergaben sich signifikant höhere Werte im sozialen Interessenbereich. Auch für die Gruppe der Musiker wurde hierbei ein signifikanter Unterschied erwartet, welcher jedoch nicht bestätigt werden konnte. Betrachtet man die durchschnittlichen Interessenprofile IES (Techniker) und AIS (Musiker), so nimmt das Interesse an sozialen Tätigkeiten für beide Gruppen einen etwa gleich hohen Stellenwert ein. Bezüglich der künstlerischen Dimensionen zeigte sich die Techniker-Gruppe sehr heterogen. Etwa ein Viertel dieser Gruppe bestand aus Architekturstudenten, welche ein deutlich höher ausgeprägteres Interesse an kreativ-künstlerischen Tätigkeiten aufwiesen, ähnlich der Gruppe der Musiker. Typische Geschlechtsunterschiede im sozialen und im technischen Interesse konnten sowohl für die Gesamtstichprobe, als auch für die einzelnen Gruppen der Techniker und Musiker bestätigt werden. Als einzige Ausnahme wurde das Ergebnis in einer Subdimension, im praktisch-technischen Interessenbereich, auffällig. Hier unterschieden sich die Geschlechter nicht signifikant voneinander. An diesem Beispiel wurde deutlich welchen praktischen Mehrwert die Unterscheidung in Subdimensionen gegenüber dem reinen Betrachten der Hauptdimensionen hat. In der erhobenen Stichprobe fanden sich vorwiegend maskuline Männer (23,8%), feminine Frauen (23,8%), undifferenzierte Männer (14,4%) und in ausgeglichenem Verhältnis androgyne Männer und Frauen (11,9% und 11,3%). Die Fragestellung bezüglich Geschlechtsrollenidentitäten bezog sich auf etwaige Verteilungsunterschiede zwischen musikalischen und technischen Studierenden. Es ergab sich ein bestehender Zusammenhang zwischen Geschlechtsrollenidentitäten und der Fachrichtung. Im Besonderen zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Androgynie und musikalischer Fachrichtung. Für einige Interessenbereiche konnte eine Beziehung zur androgynen Geschlechtsrollenidentität nachgewiesen werden. So spricht höheres Interesse an künstlerischen, unternehmerischen oder konventionellen Tätigkeiten für eine höhere Wahrscheinlichkeit eines androgynen Selbstbildes.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Interessen Berufsinteressen RIASEC-Modell Geschlechtsrollenidentität Androgynie
Autor*innen
Astrid Dirnbeck
Haupttitel (Deutsch)
Berufsinteressen und Geschlechtsrollenidentität
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vergleichende Untersuchung anhand Studierender musikalischer und technischer Fachrichtungen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
92 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Georg Gittler
Klassifikation
77 Psychologie > 77.52 Differentielle Psychologie
AC Nummer
AC10857226
Utheses ID
25228
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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