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"Winter's Bone"
Erfolg abseits des "Feel-Good-Cinema"
Katharina Meislitzer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Rainer Maria Köppl
DOI
10.25365/thesis.28384
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29893.99935.602653-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In den letzten Jahren finden Filme wie Winter’s Bone (Regie: Debra Granik, 2010) immer mehr Zuspruch von einem immer breiteren Publikum. Diese Filme versprechen auf den ersten Blick keinen großen, finanziellen Erfolg oder hohe Zuschauerzahlen, doch beeinflussen sie, vor allem im Independent Bereich, nachhaltig die US-amerikanische Filmlandschaft und ma-chen auch mit Oscar-Nominierungen auf sich aufmerksam. Der Erfolg lässt sich anhand von Filmkritiken und Zuseherbewertungen aus dem Internet und den Einspielergebnissen ablesen. A. O. Scott, ein Filmkritiker der New York Times spricht im Zusammenhang mit genau dieser Art von Filmen von einer Flucht vor der Wirklichkeitsflucht der Kinobesucher. Diese suchen in einer chaotischen Welt Realitätsnähe in Filmen, keine Flucht in ein Märchenland. Diese These lässt sich auch in Bezug auf den Film Noir der 1940er und 50er aufstellen, der damals unverblümt die Missstände der Gesellschaft aufzeigte und in der Filmgeschichte bis heute immer wieder zum Vorschein trat, um den Zusehern ein unverblümtes Weltbild zu zeigen. Der Film Winter’s Bone hat ebenfalls Züge des Noir und ist eine Adaption des gleichnamigen, in den Missouri Ozarks spielenden Romans von Daniel Woodrell. Die Regisseurin, Debra Granik, hielt sich sowohl inhaltlich als auch dramaturgisch sehr genau an seine literarische Vorlage. Country Noir, ein Begriff, der sich auf den Film Noir bezieht und von Daniel Woodrell geprägt wurde, finden sich sowohl im Buch als auch im Film wieder und unterstrei-chen die unheimliche Stimmung des Films. Anhand verschiedener Kategorien und Motive, die Winter’s Bone ausmachen – wie beispielsweise die Darstellung von Landschaft, Gewalt und Tieren oder die märchenhafte Züge – soll dieser Trend analysiert und erklärt werden. Dabei werden Szenen des Films als repräsentative Beispiele hergenommen und auf ihre Wirkung und Symbolhaftigkeit überprüft. Schlussendlich waren es genau die Faktoren, die anfänglich keinen Erfolg versprachen, die den Film erfolgreich machten. Durch die authentische Darstel-lungsweise der Landschaft, Menschen und ihrer Lebensweise erhielt der Film einen dokumen-tarischen Charakter und die Zuseher ein hohes Maß an Identifikation mit der Protagonistin. Der Film präsentiert mit der Protagonistin außerdem ein starkes Frauenbild. Außerdem ist der Film eine Ermutigung für die Zuseher, in schweren Zeiten nicht aufzugeben und Probleme erhobenen Hauptes zu bewältigen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Winter's Bone Ozarks Hillbilly Crystal Meth Klandenken
Autor*innen
Katharina Meislitzer
Haupttitel (Deutsch)
"Winter's Bone"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Erfolg abseits des "Feel-Good-Cinema"
Paralleltitel (Englisch)
Winter' Bone ; success off the beaten path of "Feel-Good Cinema"
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
121 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rainer Maria Köppl
Klassifikation
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC10900864
Utheses ID
25341
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
