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"Rent", "Spring Awakening" und "Next To Normal"
Beispiele für ein "anderes" Musicalverständnis
Julia Wagner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Hulfeld
DOI
10.25365/thesis.28434
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29578.87066.431362-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit einem „anderen“ Musicalverständnis. Es handelt sich dabei einerseits um ein Plädoyer für eine offene, vorurteilsfreie Begegnung mit dem Genre Musical und andererseits um eine Etablierung einer Betrachtungsweise von Musicals wie Rent, Spring Awakening und Next To Normal, die hier als das „andere“ Musical bezeichnet werden. Die Fragestellung der Arbeit bezieht sich in erster Linie auf letzteres und versucht anhand einer exemplarischen Analyse der drei Beispiel-Musicals dem Begriff der „Otherness“ näherzukommen und ihn in seiner ästhetischen und narrativen Ausprägung zu erklären.
Die Fokussierung des „anderen“ Musicals liegt auf seiner Ankopplung an das „kollektive Gefühlsgedächtnis“ und einer damit zusammenhängenden Verbindung zwischen Charakteren, Darstellern und Zuschauern.
Dies geschieht u.a. durch die Adressierung von Themen aus der Alltagsrealität des Publikums (und der Schauspieler). Die Diplomarbeit widmet sich in diesem Zusammenhang vor allem der Frage, wie diese Vermittlung in den Musicals Rent, Spring Awakening und Next To Normal stattfindet.
Diese drei „anderen“ Musicals zeigen „Lebensausschnitte“ und verweigern sich einem abschließenden Happy End. Auch wenn am Ende eine hoffnungsvolle Botschaft steht, so bleibt der Ausgang trotzdem offen. Die Selbstreferenzialität dieser Musicals, die u.a. durch das Aufbrechen der „vierten Wand“ oder das Platzieren der Bands auf der Bühne geschieht, verdeutlicht zusätzlich die Dringlichkeit der vermittelten Themen.
Durch seine „Otherness“ – also seine „anderen“ kreativen und ästhetischen Entscheidungen – schafft es das „andere“ Musical über ein „Mitfühlen“ hinauszuwachsen und erreicht bei den Zuschauern ein Spüren und Mitschwingen am eigenen Leib. Darsteller und Publikum werden dabei gleichermaßen persönlich in die Charaktere, deren Gefühle und Geschichte involviert.
Die Arbeit beschreibt anhand der Beispiele wie sich diese „Otherness“ zusammensetzt und was die „Essenz“ des „Anderen“ ausmacht. Es ist eine Idee einer Betrachtung und eine Eröffnung einer Kategorie des Genres, die sich selbst nur wenige Grenzen setzt. Vorranging wird hier die Vielfalt der Theatergattung Musical in den Mittelpunkt gerückt und diese an einer Analyse der Auswahlbeispiele erfahrbar gemacht.
Abstract
(Englisch)
This thesis explores a different approach to the musical as a legitimate theatre genre. While setting its focus on an open and unprejudiced view of the genre it establishes a new idea of characterising musicals like Rent, Spring Awakening and Next To Normal – here called “the other musical”. Through a detailed analysis the thesis tries to define the “otherness” of these examples by describing their aesthetical and narrative choices.
“The other musical” primarily focuses on the connection between the fictional characters, the actors and the audience through addressing their collective (emotional) memory. This allows audience members (and actors) to exceed the level of empathy and to reach a level on which they can feel and explore the emotions of the characters first hand – on their own bodies and minds. By dealing with issues from the actual reality of daily life these “other” musicals are able to connect with humans in a deeply personal way. The thesis researches and explores the creative choices of Rent, Spring Awakening and Next To Normal and tries to convey a feeling for their different approach to musical theatre itself.
A dominant characteristic of these “other” musicals is their self-referential behaviour, which adds urgency to the issues raised and allows a personal connection. This happens, for instance, through breaking the fourth wall as well as through placing the band onstage and letting them enter the vulnerable area of the stage. These musicals do not pretend to show concluded stories, but rather refuse to culminate in a happy ending by always adding a question mark to their final lines. Despite this the message of hope is not excluded from this creative development but through questioning itself at the same time it does not force itself upon the audience.
“Rent, Spring Awakening and Next To Normal – Examples for an “other” understanding of the musical” explores the different approach to the elements of these three musicals and tries to explain their “otherness” through outlining their creative choices, which always lead back to their “essence” of connecting people through common emotion.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Musical Rent Spring Awakening Next To Normal The "other" musical
Schlagwörter
(Deutsch)
Musical Rent Spring Awakening Next To Normal Das "andere" Musical
Autor*innen
Julia Wagner
Haupttitel (Deutsch)
"Rent", "Spring Awakening" und "Next To Normal"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Beispiele für ein "anderes" Musicalverständnis
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
134 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Hulfeld
AC Nummer
AC11567192
Utheses ID
25384
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
