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Die deutsche und österreichische Medienberichterstattung über den Syrienkrieg im Kontext ihrer Produktionsbedingungen
Barbara Singh
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.28494
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30067.82723.656164-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Anfang 2012 wurde die Medienberichterstattung über den Bürgerkrieg in Syrien in der öffentlichen Debatte sehr kontrovers diskutiert: bekannte Persönlichkeiten, wie Jürgen Todenhöfer und Peter Scholl-Latour, beklagten vor allem die einseitige Darstellung des Krieges aus der Perspektive der Opposition. Auch in vielen Leserkommentaren und Internetforen wurde diese Kritik aufgegriffen und es entwickelte sich eine zunehmende Meinungspolarisierung in der Öffentlichkeit. Resultierend aus dieser Debatte formierte sich das Forschungsinteresse, die Produktionsbedingungen der deutschen und österreichischen Syrienberichterstattung systematisch mithilfe von qualitativen, problemzentrierten Interviews zu analysieren. In Anlehnung an das Journalismuskonzept von Weischenberg und aktuellen Studien zur Kriegs- und Krisenberichterstattung wird vermutet, dass die Arbeits- und Rahmenbedingungen, sowie das Rollenselbstverständnis der Akteure einen Einfluss auf die Qualität und Unabhängigkeit der Syrienberichterstattung gehabt haben. Die Untersuchungsgruppe setzt sich aus zehn Journalisten zusammen, die für ein breites Spektrum von deutschen und österreichischen Qualitätsmedien über den Bürgerkrieg in Syrien berichtet haben. Die Ergebnisse der Forschungsstudie zeigen, dass vor allem die ökonomischen Rahmenbedingungen die Voraussetzungen für einen qualitativen Journalismus erschweren. Zusätzlich spielen zeitliche und örtliche Faktoren eine Rolle: Anfang 2012 gab es eine Phase, in der Journalisten in Damaskus eine relativ große Bewegungsfreiheit hatten und die Arbeitsbedingung in den vom Regime und den Rebellen kontrollierten Gebieten, unterschieden sich sehr wesentlich voneinander. Eine lange Berufserfahrung und gute Landesund Sprachkenntnissen vergrößern schließlich auch den Handlungsspielraum für den einzelnen Journalisten. Die technologischen Entwicklungen im Bereich der Online Kommunikationsportale, haben für die Kriegs- und Krisenberichterstattung neue Herausforderungen geschaffen. Die Informationsmenge ist umfangreicher und schwieriger zu verifizieren geworden. Andererseits bieten Soziale Medien auch große Entwicklungspotentiale und Recherchen sind durch bessere Vernetzungsmöglichkeiten um ein Vielfaches einfacher geworden. Resümierend kann folgendes festgehalten werden: Um normativen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, ist es maßgeblich, dass Medienunternehmen wieder mehr in die Auslandsberichterstattung und im Besonderen in gut ausgebildete, erfahrene Journalisten investieren. Zusätzlich ist eine Anpassung an die immer rasanter voranschreitenden Entwicklungen im sozialen Netz notwendig. 227

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Syrienkonflikt Kriegs- und Krisenberichterstattung Auslandsberichterstattung Kommunikatorforschung Zwiebelmodell qualitative Befragung problemzentriertes Interview
Autor*innen
Barbara Singh
Haupttitel (Deutsch)
Die deutsche und österreichische Medienberichterstattung über den Syrienkrieg im Kontext ihrer Produktionsbedingungen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
229 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC Nummer
AC11575329
Utheses ID
25442
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
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