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The Temporality of Innovative Thinking
an ontological reflection on the structure of innovative-contemplative thought processes
Wolfgang Hörleinsberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Franz-Markus Peschl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.28501
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30403.09751.157166-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Da wegweisende Einfälle in unserer “Wissensgesellschaft” allerhöchste Bedeutung erlangten, haben Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen kürzlich begonnen den kognitiven Prozess innovativen Denkens zu erforschen und erfolgreich verschiedene descriptive Modelle dieses Prozesses entwickelt. Daraus selektierte ich drei verwandte Modelle (“Becoming aware”, “Theory U”, “Triple-loop learning”) als Grundlage und Ausgangspunkt dieser Arbeit. Obwohl es sich bei ihrem gemeinsamen Gegenstand um den Prozess innovative-kontemplativen Denkens handelt, stammen sie aus unterschiedlichen Disziplinen. Da diese Modelle im Wesentlichen methodische Beschreibungen darstellen, sich also auf einer epistemologischen Ebene befinden, mangelt es ihnen an einem grundlegenden theoretischen Verständnis des ontologischen Fundaments dieses Prozesses. Daher war es die Ziel dieser Arbeit die ontologische Dimension des innovative-kontemplativen Denkenprozesses zu entdecken, um dadurch das Verständnis seiner Bedeutung zu verbessern.Um diese Aufgabe zu erfüllen musste ich drei methodische Schritte anwenden. Eingangs war es notwendig eine synoptische Analyse der drei exemplarischen Modelle durchzuführen, mit dem Ziel die konstitutive Struktur dieses Prozesses zu bestimmen. Aufgrund der Unterscheidung der gemeinsamen (wesentlichen) von den besonderen (kontigenten) Schritten, stellte sich heraus, dass die grundlegende Struktur des innovative-kontemplativen Denkprozesses aus vier geistigen Ebenen und drei dazwischenliegenden kognitiven Schritten besteht. Anschließend untersuchte ich die Ontologie Martin Heidegger’s, hinsichtlich der durch die synoptische Analyse gefundenen Grundstruktur. Im Zuge dieser Untersuchung entdeckte ich sowohl vier vergleichbare Ebenen als auch drei vergleichbare Schritte, in einem ontologischen Bedeutungszusammenhang. Schließlich benutzte ich diese Ergebnisse, um eine ontologische Reflexion hinsichtlich ihrer Bedeutung für die epistemologischen Ebenen und Schritte anzustellen. Dadurch kam ich zu der Erkenntnis, dass der innovative-kontemplativen Denkprozesses eine schrittweise Transformation des ontologischen Status bedeutet. Die Subjektivität, welche sich über alle drei zeitlichen Dimensionen (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) erstreckt, wird abgebaut und schließlich durch eine ursprüngliche Seinsweise ersetzt, die Heidegger Dasein nennt. Dieses existentielle Stadium ermöglicht hoch-innovative Einfälle, da man von den Grenzen und Vorgängen der Subjektivität befreit ist. Gleichzeitig werden die eigenen Existenzbedingungen zur Quelle des Denkens, was einen radikalen Unterschied bedeutet. Also besteht die ontologische Bedeutung innovative-contemplativer Denkprozesse in einer schrittweisen Dekonstruktion des zeitliche. konstituierten Subjekts, um dadurch zu erreichen, dass sich dem jeweiligen Menschen die ursprünglichen Möglichkeiten seiner Existenz eröffnen.
Abstract
(Englisch)
Since ground-breaking ideas have become of utmost importance for our knowledge driven society, scientists from several disciplines have recently started to investigate the cognitive process underlying innovative thinking and successfully developed a variety of models describing this process. I selected three related models (“Becoming aware”, “Theory U”, “Triple-loop learning”) as background for my analysis. Although their common subject-matter is the process of innovative-contemplative thinking, they are situated in different fields of research. Since these models are basically methodological descriptions, situated on an epistemological plane, they lack in a profound theoretical understanding of the ontological foundation of this process. Thus, it was the purpose of this thesis to identify the ontological dimension of innovative-contemplative thinking, in order to improve the comprehension of its meaning. To achieve this goal, I had to take three methodological steps. At first, it was necessary to perform a synoptic analysis of the exemplary models, with the objective of determining the constitutive structure of this process. Secondly, I investigated the ontological theory of Martin Heidegger, with regard to the core structure found via the synoptic analysis. Thirdly, these findings were used to reflect on their meaning for the epistemological levels and steps. Thereby, I came to the conclusion that the primordial meaning accompanying the cognitive process of innovative-contemplative thinking is a transformation of one’s ontological status. The temporal constitution of the subject, spanning simultaneously across the past, the present and the future, is stepwise deconstructed, in order to disclose one’s primordial existence. As a result, highly innovative ideas are enabled to come to the fore.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Innovation Thinking Ontology Leisure Creativity
Schlagwörter
(Deutsch)
Innovation Denken Ontologie Gelassenheit Kreativät
Autor*innen
Wolfgang Hörleinsberger
Haupttitel (Englisch)
The Temporality of Innovative Thinking
Hauptuntertitel (Englisch)
an ontological reflection on the structure of innovative-contemplative thought processes
Paralleltitel (Deutsch)
Die Temporalität innovativen Denkens
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
106 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Franz-Markus Peschl
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.02 Wissenschaftstheorie ,
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik, Ontologie ,
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie ,
08 Philosophie > 08.99 Philosophie: Sonstiges
AC Nummer
AC11077231
Utheses ID
25449
Studienkennzahl
UA | 066 | 013 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1