Detailansicht
Mediendiskurse zur digitalen (Gegen-)Öffentlichkeit am Beispiel der Internetplattform WikiLeaks
Renee Thaller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ramón Reichert
DOI
10.25365/thesis.28516
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29745.09355.785960-2
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die Internetplattform wikileaks.org publiziert geleakte Informationen, viele davon sind geheim eingestufte Originaldokumente aus verschiedenen Bereichen der Politik und der Wirtschaft, und stellt diese Informationen jedem Menschen mit Internetzugang zur Verfügung. Auf diese Weise möchte WikiLeaks das gesellschaftspolitische System verbessern, da WikiLeaks der Ansicht ist, dass nur eine transparente Regierung die Voraussetzung für eine „gute“ Regierung (good governance ) bildet. Die Informationen können anonym hochgeladen werden, so dass der Informant geschützt ist, und WikiLeaks archiviert diese Wissensbestände, damit sie nicht in Vergessenheit geraten und immer wieder rezipiert werden können. Die Website ist hypertextuell aufgebaut und bedient sich unterschiedlicher multimedialer Mittel (Zusatztexte, Bilder, Videos, etc.), um komplizierte Gegebenheiten zu simplifizieren und diese zu belegen. Die Arbeit untersucht diese multimedialen Mittel, in Form von Video- und Bildanalysen.
WikiLeaks arbeitet mit unterschiedlichen Nachrichtenorganisationen zusammen, die dafür sorgen, dass die publizierten Informationen auch global verbreitet werden. Mit der Veröffentlichung des Collateral Murder Videos ist WikiLeaks innerhalb kürzester Zeit weltweit bekannt geworden, da dieses Video nicht nur in Tageszeitungen und Onlinemedien thematisiert worden ist, sondern auch vom klassischen Fernsehen aufgenommen wurde und Auszüge daraus ausgestrahlt worden sind. Im Laufe der Zeit haben Kritiker von WikiLeaks der Organisation ihren Status der Legitimität abgesprochen, da sie der Meinung sind, dass massenhaftes Leaken die Privatsphäre verletzt, der Diplomatie schadet und Menschenleben in Gefahr bringt. Vergleicht man die medialen Berichterstattungen über WikiLeaks erkennt man zwar einen allgemeinen Konsens, der WikiLeaks als „gute Sache“ deklariert, gefolgt von einem großen „aber“: WikiLeaks wäre bei den Veröffentlichungen geheimer Dokumente zu einseitig (amerikafeindlich) und würde vorallem Banalitäten massenmedial diskutieren. Dabei wird außer Acht gelassen, dass hier die Verantwortung bei den Mainstream-Medien selbst liegt, die auswählen, welche Dokumente von ihnen veröffentlicht werden und welche nicht, somit einer falschen Ausgewogenheit folgen und damit den Standpunkt der Kritiker übergroßes Gewicht verleihen.
Dennoch entwickelt sich WikiLeaks im Laufe seiner Geschichte immer stärker zum Sinnbild für Transparenz, und der Terminus des Leakens gewinnt in der massenmedialen Berichterstattung an Attraktivität.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
WikiLeaks digital media whistleblower.websites
Schlagwörter
(Deutsch)
WikiLeaks digitale Medien Whistleblower-Webseiten
Autor*innen
Renee Thaller
Haupttitel (Deutsch)
Mediendiskurse zur digitalen (Gegen-)Öffentlichkeit am Beispiel der Internetplattform WikiLeaks
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
97 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ramón Reichert
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines
AC Nummer
AC10888992
Utheses ID
25458
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
